AA

Karl Stoss und seine Rolle bei Olympia

Günter Thurnher, Karl Stoss, Ulrich Wachter
Günter Thurnher, Karl Stoss, Ulrich Wachter ©Edith Rhomberg
 Der Präsident des Österreichischen Olympischen Comité zu Gast beim Kiwanisclub Dornbirn. 
Vortrag Karl Stoss für Kiwanisclub Dornbirn

 

Dornbirn. Mit Olympia verbindet der diesjährige Präsident des Kiwanisclubs Dornbirn, Ulrich Wachter, zunächst seine Sportart Golf. „Golf ist wieder olympische Disziplin“, freut sich Wachter, denn, „das wird zur weiteren Verbreitung der sozialen Sportart beitragen.“ Unter sozial versteht er, dass die Spieler beim Golf während vier bis fünf Stunden Freud und Leid teilen und danach ihre Gespräche vertiefen. Die soziale Einstellung von Karl Stoss, Präsident des Österreichischen Olympischen Comité, erwähnten Ulrich Wachter und Günter Thurnher, Governor Kiwanis Österreich, zu Beginn des Vortrages des ÖOC Präsidenten, der auf ein Honorar verzichtete. „So fließen der Eintritt und Ihre Spenden direkt in unsere Hilfsprojekte für Kinder“, lautete der Dank an das Publikum des Abends, zu dem der Kiwanisclub Dornbirn in die Räumlichkeiten der Dornbirner Sparkasse geladen hatte.

Zu Gast in Dornbirn

„Lang ist es her, dass ich über den Marktplatz gegangen bin“, sinnierte der in Dornbirn aufgewachsene Karl Stoss, der bereits seit 41 Jahren weg ist von seiner Heimatstadt. „Aber die Wiener haben mich nicht ‚derbogen’“, gab er launig preis. Der 62-Jährige freute sich über viele bekannte Gesichter unter den Besuchern und erinnerte daran, dass er und der Kiwanier Johannes Hengl während der Schulzeit aktive Schwimmer und Wasserballer waren. Den weiteren Werdegang hatten natürlich nicht alle Dornbirner mitverfolgt. Er ließ daher Revue passieren, wie er zum ÖOC gekommen war, dessen zehnter Präsident er nunmehr seit dem Jahr 2009 ist. „Du musst ein Herz für den Sport haben“, erklärte Stoss, der das Amt von seinem Vorgänger Leo Wallner übernommen hatte. Bereits drei Jahre davor kam Wallner auf den Manager Karl Stoss zu, weil letzterer ebenfalls Wunschkandidat als Nachfolger bei den Lotterien und den Casinos Austria war und den Leo Wallner schließlich auch dafür gewinnen konnte. Inzwischen hat Stoss seine berufliche Karriere mit der Pensionierung beendet.

Was beim ÖOC geschah

Um das Ehrenamt als Präsident des ÖOC zu übernehmen, machte Stoss seinerzeit nicht weniger als zwölf Punkte zur Bedingung. Denn im Frühjahr 2009 wurde der Funktionär Heinz Jungwirth entlassen und im Sommer trat der Vorstand des ÖOC zurück. „Ich bin in einen Sauhaufen gekommen“, so die klaren Worte aus erster Hand. Karl Stoss machte sich ans Werk. Anhand der Untersuchung von 2.500 Banktransaktionen wurde eine Summe von 4,5 Millionen Euro aufgedeckt, die unterschlagen worden war. Wichtig dabei waren die Arbeit von Peter Mennel, Generalsekretär ÖOC und insbesondere seine Erfahrung als Sanierer.

Der Schnee von gestern führte schließlich zu den vergangenen Olympischen Winterspielen in Pyeongchang, die Karl Stoss, der auch Mitglied im IOC ist, in beeindruckenden Worten schilderte und mit erstaunlichen Zahlen dokumentierte. Das Internationale Olympische Comité bezeichnete der ÖOC Präsident als reichen Verein, denn allein die Übertragungsrechte an NBC brachten sechs Milliarden US-Dollar ein. Stoss rückte auch die Bedeutung der Jugend im Sport in den Mittelpunkt. Neben der Planung, Vorbereitung und Organisation der Teilnahme einer österreichischen Delegation an Olympischen Spielen, kümmert sich das ÖOC um die Beteiligung an Olympischen Jugendspielen und Europäischen Olympischen Jugendspielen. Das Heimspiel von Karl Stoss beim Kiwanisclub Dornbirn endete mit begeistertem Applaus.

 

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Karl Stoss und seine Rolle bei Olympia
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen