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Karikaturen: Erdogan will vermitteln

Angesichts der weltweiten Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen hat der türkische Ministerpräsident Erdogan einen "dramatischen" Appell an die Staatengemeinschaft gerichtet.

Erdogan rief zu gemeinsamem Handeln auf und bot sich zugleich als Vermittler im „Konflikt der Kulturen“ an.

Nach Angaben seines Sprechers schickte der türkische Premiere am Wochenende einen Brief an die Staats- und Regierungschefs aller Länder, mit denen die Türkei diplomatische Beziehungen unterhält. Das Schreiben ging demnach auch an die wichtigsten internationalen Organisationen darunter die UNO und die NATO. Mit seiner Initiative verbinde er die Hoffnung, eine Eskalation zu verhindern, „die zu einer weiteren Bedrohung von Frieden und Stabilität auf der Welt führen könnte“, schrieb Erdogan demnach.

Scharf kritisierte Erdogan westliche Medien, die Karikaturen des Propheten Mohammed veröffentlicht haben. Von Muslimen könne man nicht erwarten, dass sie eine Beleidigung und Herabwürdigung des Propheten Mohammed tolerierten, fügte der türkische Ministerpräsident hinzu. Zugleich warnt er die Muslime vor Gewaltanwendung und vor Aufstachelung zu Gewalt.

In London und in den deutschen Großstädten Berlin, Bonn und Düsseldorf demonstrierten am Samstag mehrere tausend Menschen gegen die Karikaturen des Propheten. Dänemark zug unterdessen seine Botschafter aus dem Iran und aus Indonesien ab. Zuvor hatte am Samstag bereits der dänische Botschafter in Damaskus aus Sicherheitsgründen die syrische Hauptstadt vorübergehend verlassen.

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