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Kapellenstreit in Liechtenstein

Die Burgkapelle ist Streitpunkt zwischen Erzbistum und Regierung
Die Burgkapelle ist Streitpunkt zwischen Erzbistum und Regierung ©Manfred Bauer
Burg Gutenberg in Balzers

Die Kapelle in der Burg Gutenberg ist in den Streit zwischen Erzbistum und Regierung geraten.

Balzers – In der aus dem Mittelalter stammenden Burg Gutenberg in Balzers befindet sich eine Schlosskapelle. Diese und ein großer Teil der Burg wurden in den vergangenen Jahren vom Land umfassend renoviert und wurden im Sommer für Konzerte und Veranstaltungen genutzt. Die Johalter Stiftung hat für die Renovierung der Schlosskapelle umgerechnet knapp eine Million Euro gestiftet. Die Auflage der Stiftung: Die Kapelle muss für Trauungen, Taufen, usw. den Gläubigen zur Verfügung stehen. Nach dem Abschluss der Arbeiten im Juli wurde Erzbischof Haas von Liechtenstein gebeten die Burgkapelle zu segnen, damit sie dem vorgegebenen Stiftungszweck zugeführt werden könne. Die Antwort kam vom Generalvikar Markus Walser: “Der Erzbischof weiht die Kapelle nicht, da schon zwei Kapellen in Balzers für diese Zwecke zur Verfügung stehen, außerdem sei der Weg zur Kapelle nicht befestigt!”

Geld zurück

Dies führte zu einer Missstimmung zwischen Kirche und Staat, zumal Regierungschef Tschütscher und sein Stellvertreter Schwierigkeiten haben, die zuständigen Ressorts zur Lösung des Problems zu nennen. Dazu kommt, dass die Stiftung ihr Geld zurück verlangt nachdem der Zweck der Stiftung nicht erfüllt wird. Es wird vermutet, dass weder der Erzbischof noch die Regierung an der Nutzung der Kapelle interessiert sind, würde dies doch bei der geplanten Trennung von Kirche und Staat in Liechtenstein einen weiteren Diskussionspunkt darstellen. Fazit: Die Regierung wird wohl die Million Franken der Stiftung zurückzahlen müssen und die Kapelle bleibt “ungesegnet”.

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