Kampf gegen TBC: Vorarlberger Jäger nehmen Landwirte in Verantwortung

Seit Februar arbeitet die TBC Task Force der Vorarlberger Jägerschaft. Zwar zeichne sich eine Entspannung ab, eine schnelle Lösung ist jedoch nicht in Sicht - und könne die Jägerschaft allein auch nicht liefern. Den Landwirten wird eine Mitverantwortung zugeschoben.

Derzeit gibt es für die Jägerschaft weder Anzeichen, dass die Zahl des an TBC erkrankten Rotwilds zunimmt, noch dass sich die Krankheit über die Kernzone im hinteren Klostertal und dem Silbertal auf andere Gebiete ausbreitet.

95 Prozent der Tiere unbelastet

Seit Februar habe man 150 Tiere geschossen und untersucht, davon waren 95 Prozent laut Untersuchung unverdächtig. Die restlichen Tiere müssten noch einer detaillierten Untersuchung unterzogen werden. Damit habe man bereits 20 Prozent der vorgegebenen Zahlen erreicht. Von einer baldigen Lösung des Problems könne jedoch nicht die Rede sein, da diese die Jägerschaft aus ihrer Sicht nicht allein liefern könne.

Landwirte tragen Mitverantwortung für ihr Vieh

Vielmehr sieht Landesjägermeister Reinhard Metzler eine Mitverantwortung der Landwirte. Bisher fordere diese nur, das die Jäger möglichst viel Wild töten sollten. Man müsse sich aber auch überlegen, wie man als Landwirt in den Risikogebieten den Kontakt zwischen Wild und eigenem Vieh möglichst gering halten könne. Dies könne von baulichen Maßnahmen bis hin zur vorübergehenden Meidung gewisser Alpen reichen, deutet die Jägerschaft an.

Dialog zwischen Landwirten und Jägerschaft verbesserungswürdig

Selbst der Landesveterinär sieht derzeit keine gute Gesprächsbasis zwischen den Landwirten und der Jägerschaft und das nicht nur in den von TBC betroffenen Gebieten des Kloster- und Silbertals. Eine prophylaktische Meidung gewisser Alpen, um das Ansteckungsrisiko zu verringern, hält er für kaum umsetzbar. Doch nicht nur gegenüber den Landwirten will die Jägerschaft wieder eine Vertrauensbasis aufbauen.

“Lebensraum Vorarlberg”

Ab Samstag wird den Vorarlberger Haushalten mit “Lebensraum Vorarlberg” ein neues Magazin zugestellt. Dieses soll mehr sein als reine Werbung, aber doch auch das Verständnis für die Aufgaben und Leistungen der ehrenamtlichen Jägerschaft verbessern. Schließlich hätten allein im vergangenen Jagdjahr die 2.500 Eigentümer einer Jagdkarte 200.000 unbezahlte Arbeitsstunden geleistet.

(red)

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