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Kampagne gegen Littering: "Damit s'Ländle sub'r bliebt"

Bregenz - Abfälle am falschen Ort sind lästig, teuer und gefährlich. Deshalb startet das Land zusammen mit dem Umweltverband und den Gemeinden eine Aufklärungskampagne zur Bewusstseinsbildung.
Kampagne gegen Vermüllung
Bürgerforum Vorarlberg

Unachtsam werggeworfene Flaschen oder Zigarettenstummel schaden nicht nur der Umwelt und erhöhen die Verletzungsgefahr, sondern erhöhen auch die Kosten der Müllbeseitigung für die Gemeinden. Dem soll nun mit der Kampagne “Saubere Umwelt braucht dich!” entgegengewirkt werden. Mit Plakatserien, Aufklebern, Medienkampagnen und Workshops in Vorarlbergs Schulen sollen auf die Folgen von Littering aufmerksam gemacht und die Selbstverantwortung erhöht werden.

Geldverschwendung wegen Vermüllung

Die neuen Plakate lenken die Aufmerksamkeit auf die “Lebensdauer” weggeworfener Abfälle oder auf das richtige Entsorgen von Kaugummis – immerhin kaut statistisch jeder Österreicher 114 Stück davon pro Jahr. Zusätzlich wird die Infrastruktur weiterentwickelt, sie soll helfen, nicht vermeidbare Abfälle richtig zu entsorgen. Gemeinden, Land, ehrenamtliche Organisationen und viele Private sorgen mit hohem Aufwand dafür, dass Straßen, Plätze, Freizeiteinrichtungen, Verkehrsmittel, Haltestellen und viele andere Orte regelmäßig von weggeworfenen Abfällen gereinigt werden. “Geld und Ressourcen, die vielfach besser eingesetzt werden können”, sind Bürgermeister Rainer Siegele, Obmann des Umweltverbandes, und Landesrat Johannes Rauch überzeugt.

Bregenz soll “sub’r blieba”

Die Landeshauptstadt Bregenz startete bereits im Jahr 2012 ein Projekt namens “Danke”, der Slogan “sub’r blieba” wurde gemeinsam mit der Polytechnischen Schule entwickelt. Das Projekt steht für ein lebendiges und buntes Bregenz, in dem Toleranz und Respekt gegenüber sich selbst, den Mitmenschen und der Umwelt gelebt werden. Zusätzlich zu stadteigenen Projekten in Kooperation mit Schulen und Vereinen und dem öffentlichen Diskurs über Littering, Umwelt, Sucht, Gewalt und Vandalismus unterstützt die Stadt Bregenz auch Projekte, die sich diesen Themen widmen.

400 Kilogramm Müll pro Woche

Weggeworfene oder falsch entsorgte Abfälle summieren sich oft zu nahezu unglaublichen Mengen. In Rankweil fallen allein bei der Reinigung der Altstoffsammelinseln pro Woche bis zu 400 Kilogramm Abfälle an, das sind über 20 Tonnen Restmüll pro Jahr, die auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden müssen. Bürgermeister Martin Summer: “Aus Sicht eines einzelnen Menschen mag das Liegenlassen des eigenen Abfalls Vorteile haben. Aber: Die Nachteile verteilen sich auf die Allgemeinheit – die ärgert sich und muss die erhöhten Kosten tragen.”

Littering trotz 500 öffentlicher Mülleimer

In der Stadt Feldkirch fallen jährlich 10.000 Tonnen an Müll an, die über die Hausabholung, das Altstoffsammelzentrum oder von 13 Wegmachern, einem mobilen Entsorgungsdienst sowie von Mitarbeitern des ABF eingesammelt werden. Auf öffentlichen Straßen und Plätzen werden Verpackungen, Kaugummis und Zigarettenstummel oft achtlos weg-geworfen. „Das ist unverständlich, weil der Bevölkerung und den Gästen im gesamten Stadtgebiet mehr als 500 öffentliche Abfalleimer zur Verfügung stehen“, betont Bürgermeister Wilfried Berchtold. Zudem macht die illegale Hausmüllentsorgung Probleme: „Die öffentlichen Abfalleimer sind immer wieder überfüllt mit Hausmüll. Dadurch fehlt natürlich das notwendige Behältervolumen für die täglich anfallenden Straßenabfälle“, erklärt Berchtold.

Bereitschaft der Leute gefragt

“Vorarlbergs Städte und Gemeinden stellen im öffentlichen Raum die Infrastruktur für die Abfallentsorgung zur Verfügung”, betonen die Vertreter der Gemeinden und des Landes. “Aber es braucht die Bereitschaft jedes Einzelnen, dieses Angebot zu nutzen und bewusst mit Abfällen umzugehen.” Idealerweise entsteht Müll erst gar nicht, und wenn, dann muss er richtig entsorgt werden – zugunsten von Lebensqualität und Umwelt in unserem Land. Sollte die Aufklärungskampagne nicht den gewünschten Effekt in der Bevölkerung haben, denken die Verantwortlichen sogar an Strafen. “Auch die Möglichkeiten von Sanktionen müssen leider geprüft werden – manche Menschen sind für gute Worte allein nicht zugänglich”, bedauern Siegele und Rauch.

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