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Kämpfer des Golf-Clans in Kolumbien wollen Waffen strecken

Kolumbiens Präsident Santos bot Strafnachlässe an
Kolumbiens Präsident Santos bot Strafnachlässe an ©APA (AFP)
Bereits in der kommenden Woche könnten die Kämpfer des mächtigsten Verbrechersyndikats Kolumbiens die Waffen niederlegen. Zunächst würden sich die Mitglieder des Golf-Kartells an der Karibik- und der Pazifik-Küste stellen, sagte der Erzbischof von Cali, Darío Monsalve, am Mittwoch.

Nach und nach könnten sich dann alle der mehr als 1.000 Kämpfer stellen, darunter auch der meistgesuchte Mann des Landes: Golf-Clan-Chef Dairo Usuga alias “Otoniel”. Die katholische Kirche begleitet den Prozess.

Anfang der Woche hatte Präsident Juan Manuel Santos Mitgliedern krimineller Banden Strafnachlässe von bis zu 50 Prozent angeboten, wenn sie sich stellen. Sollte die Entwaffnung des Golf-Clans gelingen, wäre das ein letzter großer Erfolg von Friedensnobelpreisträger Santos, der im August aus dem Amt scheidet.

Nachdem die Regierung und die linke Guerillaorganisation FARC Ende 2016 ein Friedensabkommen geschlossen hatten, stießen bewaffnete Gruppen in die früheren Einflussgebiete der Rebellen vor. Sie übernahmen Drogenhandel, Schutzgelderpressung und illegalen Bergbau. Zudem sind sie für zahlreiche Morde und Vertreibungen verantwortlich.

(APA/dpa)

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