Kabelka: Feldkircher Autor entdeckt „gesundes Gift“ in Indien

Franz Kabelka las im TAS aus seinem neuen Roman.
Franz Kabelka las im TAS aus seinem neuen Roman. ©Emir T. Uysal
Franz Kabelka las am Saumarkt aus seinem neuen, fünften Krimi.

Feldkirch. (sch) Der bald sechzigjährige Feldkircher Gymnasiallehrer Franz Kabelka (geb. 1954 in Linz) ist nicht nur als Pädagoge ein profilierter Mann; als Germanist hat er schon längst entdeckt, dass es kreativer ist, selbst zu schreiben, als die Stars der Literaturgeschichte ein Lehrerleben lang der Jugend nahezubringen.

Nun, Franz Kabelka, tut beides; als Schriftsteller kann er auf ein schon beachtliches OEuvre verweisen: Gedichte, Auszeit (Reflexe und Reflexionen), vier Kriminalromane (2004-11), Erzählungen und nun 2014 der neueste Kriminalroman „Gesundes Gift“, Verlag Styria. Hauptsächlicher Schauplatz ist Indien; die Problematik kreist auch für viele Europäer um das „Wunderwort“ Ayurveda, jene uralte indische Heilkunst, die Tausende Touristen nach Südindien oder Sri Lanka reisen lässt, um einem heftig beworbenen Wellnessboom der besonderen Art zu frönen. Konkret geht es um hochgiftige, tödliche Spuren von Schwermetallen im ayurvedischen Massageöl.
Die österreichische Journalistin Frieda Prohaska erfährt vom rätselhaften Tod ihres Kollegen Bernd Lussnig im südindischen Pondicherry – und Frieda, die beruflich über giftige Schwermetalle in Ayurvedaprodukten recherchiert, reist nach Indien, unterzieht sich selbst einer Ayurveda-Kur. Sie trifft auf einen Wissenschaftler aus Boston, der von einem indischen Killer mundtot gemacht werden soll. Die Ereignisse überschlagen sich … Massive Überschreitungen der Grenzwerte bei Quecksilber, Blei und Arsen in den Produkten sollen totgeschwiegen werden, denn das Geschäft mit Ayurveda boomt weltweit. Frieda Prohaska, Dr. Piper aus Boston und der Autor sind quasi den Pharma-Gangstern, die das langsame Siechtum durch Gift von Bevölkerung und Touristen aus Geldgier in Kauf nehmen, auf der Spur.

Kabelka recherchierte

„Gesundes Gift“ ist ein Roman mit fiktiven Figuren, die Problematik ist jedoch real und wurde auch schon erforscht; aber der Kult mit Ayurveda und deren geheimnisumwitterten Kuren bzw. Produkten ist derzeit jedenfalls noch übermächtig. Kabelka: „Ich habe seriös recherchiert und würde mich sehr freuen, wenn über Ayurveda (Internet-Verkauf!) kritisch diskutiert würde.“ Der Autor hat flüssig und spannend einen Kriminalroman mit den drei Schauplätzen Österreich, Amerika und Indien geschrieben und diese mit interessanten Protagonisten bevölkert. Und da die Leser nun Fakten wissen über einen hochgefährlichen Wellness-Kult, hat Kabelka auch als literarischer „Lehrer“ und Aufklärer seine Meriten.

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