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Jupident hat neuen Direktor

Der Aufbau der heilpädagogischen Landesschule Jupident mit ihren zusätzlichen Betreuungseinrichtungen von Berufsvorschule bis Wohngemeinschaften ist mit dem Namen Franz Lümbacher verbunden.

20 Jahre war Lümbacher Leiter des Jupident. Jetzt trat er in den Ruhestand und übergab sein Amt an den Sozialpädagogen Manfred Ganahl.

Verhaltensauffällig

Das Jupident wurde 1963 als Landessonderschule eingerichtet. Durch den gesellschaftlichen Strukturwandel hat sich auch die pädagogische Zielsetzung im Jupident geändert. Waren es anfänglich überwiegend lernschwache und geistig behinderte Kinder, die im Jupident ihre Förderung erfuhren, so sind jetzt die Verhaltensauffälligen in der Überzahl. 150 Kinder im Pflichtschulalter aus dem ganzen Land und teils auch aus Tirol werden derzeit von 104 haupt- und teilzeitbeschäftigten Sonderpädagogen betreut. Franz Lümbacher spricht von der „Null Bock Generation“.

Wertlose Gesellschaft

„Fehlende Motivation und mangelnde Wertschätzung von Kulturtechniken und Gemeinschaft im Familienverband erwecken den Eindruck einer wertlosen Gesellschaft in der das Konsumdenken im Vordergrund steht“, sieht Lümbacher Gefahren für die heranwachsenden Generationen. „Etwa 40 Prozent der von uns hier in Jupident betreuten Kinder sind Vollwaisen mit lebenden Eltern“, bedauert Lümbacher und macht aufmerksam: „Wir können die intakte Familie nicht ersetzen. Wir können bestenfalls familienähnliche Strukturen schaffen.“

Mit der bundesweit einzigartigen Einrichtung einer Berufsvorschule – einem zweijährigen Vorbereitungslehrgang für Schulabgänger zur Vorbereitung auf den Berufsalltag – hat man in Kooperation mit der Vorarlberger Wirtschaft einen Weg für die Integration gefunden.

„Der organisatorische Boden ist aufbereitet, was mit bleibt ist die stets wachsende pädagogische Herausforderung“, sieht der neue Leiter Manfred Ganahl seine Zukunft.

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