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Juni 2021 war extrem warm, sonnig und trocken

Der Juni war extrem warm, sonnig und trocken.
Der Juni war extrem warm, sonnig und trocken. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Der Juni 2021 war vor allem warm, sonnig und trocken. Die Temperaturen haben die massive Erwärmung in den vergangenen Jahren bestätigt.

Der diesjährige Juni war extrem warm, sonnig und trocken. "Sowohl im Tiefland als auch auf den Bergen war es der drittwärmste Juni seit dem Messbeginn im Jahr 1767", so Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Donnerstag. In der Monatsbilanz liegt der Juni 2021 im Tiefland um 2,4 Grad über dem Mittel der letzten 30 Jahren, auf den Bergen um 2,7 Grad.

Juni 2021 bestätigt massive Erwärmung

Damit bestätigte auch der Juni 2021 die massive Erwärmung in den vergangenen Jahren. Von den zehn wärmsten Juni-Monaten der 254-jährigen Messgeschichte Österreichs waren acht seit dem Jahr 2000. Die Top 10 der wärmsten Juni-Monate sind: 2019, 2003, 2021, 2017, 1811, 2002, 1822, 2007, 2012, 2018.

Einige Regionen erlebten im Vormonat die längste Serie an aufeinanderfolgenden Tagen mit mindestens 30 Grad in einem Juni: In Linz waren es sechs Hitzetage in Folge, bei der Wetterstation Innsbruck-Universität waren es acht und in St. Pölten sieben. An den Stationen Wien Hohe Warte und Graz Universität wurde mit jeweils sieben Hitzetagen der gleiche Wert wie im Rekord-Juni 2002 erreicht.

Juni 2021 einer der 15 trockensten Juni der Messgeschichte

In der österreichweiten Auswertung brachte der Juni um 38 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel der letzten 30 Jahre und war damit einer der 15 trockensten Juni der Messgeschichte. Durch die schweren Unwetter Ende des Monats gab es kleinräumig sehr große Unterschiede: Hohenau an der March (NÖ) ist etwa nur wenige Kilometer entfernt von den Unwettern mit Starkregen und Hagel am 24., die in Tschechien auch einen verheerenden Tornado brachten. Mit nur sieben Millimeter Niederschlag war dies in Hohenau/March der trockenste Juni seit Messbeginn 1948. Auf der Hohen Warte in Wien erreichte die Regenmenge im Juni mit neun Millimeter ihren zweitniedrigsten Wert (1917: acht Millimeter).

Das österreichische Flächenmittel der Sonnenscheindauer lag um 32 Prozent über dem Juni-Mittel der letzten 30 Jahre. Das ergibt den zweiten Platz seit Messbeginn, hinter dem Juni 2019 (42 Prozent über dem Mittel). Die meisten Sonnenstunden an einem Messort in einem Juni gab es bisher in Schwechat (370 Sonnenstunden im Juni 2019). Diesen Wert übertrafen 2021 Podersdorf mit 376 sowie Andau/Seewinkel und Neusiedl/See mit jeweils 375 Sonnenstunden.

Die stark gegliederten Witterungsabschnitte dieses Frühlings und Frühsommers spiegeln sich in der Vegetation wider. Die Phaseneintritte Ende Mai und Anfang Juni waren durch den relativ kühlen Frühling teilweise um mehr als eine Woche verzögert, wie der Blütebeginn des Schwarzen Holunders, der Robinie, des Knäuelgrases oder der Weinrebe. Die Rote Johannisbeere schöpfte das Wärmeangebot des Junis aus und landet mit dem Beginn der Fruchtreife etwa im Bereich des langjährigen Durchschnitts um den 25. Juni.

(APA/Red)

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