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Junger Meister brillierte am Cello

Das Stuttgarter Kammerorchester unter Michael Hofstetter mit dem Cellosolisten Gautier Capucon.
Das Stuttgarter Kammerorchester unter Michael Hofstetter mit dem Cellosolisten Gautier Capucon. ©Schubertiade

Schubertiade Hohenems: Kammerkonzert mit Bach, Mendelssohn Bartholdy, Haydn und Schubert.

Hohenems. Die kurze herbstliche Schubertiade Hohenems ist nach großen Solisten und zwei grandiosen Kammermusikkonzerten im Markus-Sittikus-Saal am Sonntag zu Ende gegangen. Das stürmisch bejubelte Konzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester unter Leitung seines Chefdirigenten (seit 2006) Michael Hofstetter und dem Weltklasse-Cellisten Gautier Capucon begeisterte die zahlreichen Zuhörer am Samstagabend.

Das 1945 gegründete Stuttgarter Kammerorchester zählt zu den wichtigsten europäischen Kammermusikensembles und ist das älteste und renommierteste seiner Art. Der legendäre Karl Münchinger oder Dennis Russell Davies waren die Vorgänger von Michael Hofstetter. Der gebürtige Münchner ist ein ebenso agiler wie präziser Dirigent ohne Pultmätzchen, das Stuttgarter Kammerorchester ein überaus homogener Klangkörper mit leuchtenden Farben in allen Orchesterpartien

Weltstar Gautier Capucon
Das Konzert begann mit der sanften Streichorchesterfassung eines Bach-Opus, des Chorals “Oh Mensch, bewein dein Sünde groß” (BWV 622), von Max Reger. Es folgte pausenlos die üppige “Streichersymphonie”, Nr.10, h-Moll, von Mendelssohn Bartholdy. Der berühmte, preisgekrönte französische Cellist und Stammgast der Schubertiade, Gautier Capucon, präsentierte dann mit hoher Virtuosität und praller Spielfreude das populäre Cellokonzert in C-Dur von Haydn (gefolgt von Massenets verträumter “Meditation” und einem pfiffigen Marsch von Prokofieff als Encores). Der ereignisreiche Schubertiade-Abend klang dann aus mit der Streichorchesterfassung Gustav Mahlers von Schuberts Streichquartett in d-Moll, D 810, (“Der Tod und das Mädchen”). Mag auch Schuberts intimere Urfassung für Streichquartett in den Konzertsälen dominieren, so hatte die klangprächtige, höchst vitale (trotz Todesmotiv!), orchestrale Interpretation der Stuttgarter Gäste unter Hofstetter eine einmalig packende, dynamische und bejubelte Klangrede.

 

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