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Junge Wirtschaft fordert Lohnnebenkostenbefreiung

Schwarzach - Um das Wachstum von Jungunternehmen durch die Schaffung von Arbeitsplätzen anzutreiben, müssen Förderungen künftig an den Zeitpunkt der Einstellung eines Mitarbeiters und nicht wie bisher an den Zeitpunkt der Neugründung geknüpft sein, so die Junge Wirtschaft in einer Aussendung.

„Das neue Regierungsprogramm enthält zwar Zielsetzungen wie „die Entlastung des Faktors Arbeit” oder „Maßnahmen zur Förderung von Unternehmensgründungen und des Unternehmergeistes”, wir fordern allerdings, dass damit konkrete Unterstützungsmaßnahmen für wachstumswillige UnternehmerInnen rasch umgesetzt werden. Die Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass ein kontinuierliches Wachstum nicht nur möglich ist, sondern effizient gefördert wird”, betont der Vorsitzende der Junge Wirtschaft Vorarlberg, Martin Dechant.

Gerade in Zeiten von globalen Krisen übernehmen junge dynamische und vor allem innovative Unternehmen eine wichtige abfedernde Funktion. Während große Konzerne derzeit Stellen abbauen, wollen neue Unternehmen Arbeitsplätze schaffen. Hilfreich dabei wäre laut Dechant, eine Überarbeitung des Neugründungs-Förderungsgesetzes (NeuFÖG).

An Zeitpunkt der Mitarbeitereinstellung koppeln
„Die 1-Jahres-Frist für die Entlastung bei Lohnnebenkosten im NeuFÖG soll auf drei Jahre ausgedehnt werden. Dabei muss der Beginn des Fristenlaufs an den Zeitpunkt der Einstellung des ersten Mitarbeiters und nicht wie bisher an den Zeitpunkt der Neugründung geknüpft sein”, argumentiert Martin Dechant.

„Aufgrund hoher Anfangsinvestitionen und geringer Gewinne in der Start-up-Phase stellen nur wenige Gründer tatsächlich im ersten Jahr der Unternehmensgründung Mitarbeiter ein. Daher verfehlt eine Förderung, wie sie aktuell durch das NeuFÖG besteht, zum überwiegenden Teil ihren Zweck”, erklärt Mag. Marco Tittler, JWV-Geschäftsführer. Sinn machen würde daher nur eine Koppelung an den Zeitpunkt der Einstellung eines Mitarbeiters.

„Eine vollkommene Befreiung der Lohnnebenkosten nur im ersten Jahr der Anstellung ist aus unserer Sicht zu wenig nachhaltig. Unter Umständen führt dies aufgrund von Nachzahlungen, die sich über die Sozialversicherung ergeben könnten, zu einem explosionsartigen Kostenanstieg”, so Tittler. Dieses Problem kann durch eine Verteilung auf drei Jahre vermieden werden. Zudem kommen dadurch andere, die Sozialversicherung schonende Finanzquellen zum Tragen.

Rechenbeispiel: Bei einem Bruttomonatslohn von ca. 2000 Euro des Mitarbeiters würde diese Regelung zu einer jährlichen Kostenersparnis von rund 2000 Euro führen.

Quelle: Junge Wirtschaft Vorarlberg

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