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Junge Sprachtalente wurden ausgezeichnet

Die diesjährigen Gewinner des Dr Emmi-Herzberger-Sprachpreises Frank Jenny, Christina Maria Lang und Fabio Oberweger.
Die diesjährigen Gewinner des Dr Emmi-Herzberger-Sprachpreises Frank Jenny, Christina Maria Lang und Fabio Oberweger. ©Laurence Feider
Der Sprachpreis der Dr. Emmi-Herzberger Stiftung wurde zum elften Mal verliehen.
Sprachpreis 2012

Dornbirn. Die Förderung und Forderung junger Menschen und ihrer besonderen Talente war Frau Prof. Mag. Dr. Emmi Herzberger zeitlebens eine Herzensangelegenheit. Um die junge Generation im Sinne der Vielsprachigkeit zu fördern, gründete sie im Jahr 2000 die „Dr. Emmi-Herzberger-Stiftung“. Seither wurde jährlich von der Dr. Emmi-Herzberger-Stiftung ein Sprachpreis für besondere fremdsprachliche Leistungen vergeben. Heuer wurde der Sprachpreis erstmals ohne die im vergangenen Jahr verstorbene Stiftungsgeberin verliehen. „Frau Herzberger hat in ihrem Stiftungsbrief sehr strenge Maßstäbe für die Verleihung des Sprachpreises festgelegt. Es gab daher ein Jahr in dem kein Sprachpreis verliehen wurde. Heuer freuen wir uns, dass wieder Kandidaten die scharfen Kriterien erfüllen konnten“, meinte Kuratoriumsvorsitzender Bürgermeister Wolfgang Rümmele bei der Verleihung des diesjähriges Sprachpreises am Freitag im Dornbirner Rathaus.

 

Nach der Premiere im vergangenen Jahr, wurde heuer auch wieder auch ein Jugend-Sprach-Preis verliehen. Das Kuratorium mit Dr. Eva-Maria Waibel und Dr. Werner Marxgut hat sich unter vier Bewerbern für Fabio Oberweger und Frank Jenny entschieden. Beide besuchen die siebte Klasse des Bundesgymnasium Dornbirn und verfügen neben der Muttersprache Deutsch bzw. Niederländisch über Sprachkenntnisse in Englisch, Spanisch, Italienisch bzw. Französisch sowie Latein und Chinesisch.

 

Der Erwachsenensprachpreis geht heuer an Frau Dr. Christina Maria Lang aus Dornbirn. Die junge Ärztin, die derzeit den Turnus am LKH Feldkirch absolviert, überzeugte mit außerberuflich erworbenen Sprachkenntnissen in Englisch, Französisch und Spanisch, die sie sich auch während zahlreicher Auslandsaufenthalte aneignete. „Bei Frau Lang passierte die Beschäftigung mit Sprachen und anderen Kulturen freiwillig und aus reinem Interesse“, erläuterte Wolfgang Rümmele die Entscheidung des Kuratoriums. Der rein studienbedingte  Erwerb von Fremdsprachen hingegen, ist laut Stiftungskriterien ein Ausschließungsgrund für den Dr. Emmi-Herzberger-Sprachpreis.  

 

Interview mit den diesjährigen Sprachpreisträgern

Wie ist es zu der Bewerbung für den Sprachpreis gekommen?

Christina Maria Lang: Eigentlich wollte ich mich schon letztes Jahr bewerben, habe aber dann die Frist versäumt. Dieses Jahr hat es Gott sei Dank geklappt.

Frank Jenny: Unser Direktor Prof. Germann hat uns ermuntert, uns für den Jugend-Sprachpreis zu bewerben.

 

Was hat das Kuratorium an eurer Kandidatur überzeugt?

Christina Maria Lang: Ich denke meine Auslandsaufenthalte haben eine wichtige Rolle gespielt. Bereits in der sechsten Klasse habe ich ein Gymnasium in Frankreich besucht, nach der Matura habe ich ein Auslandsjahr in Bolivien gemacht und während des Studiums war ich mehrere Male in Lateinamerika. In El Salvador habe ich an einem Krankenhaus famuliert. Das fünfte Studienjahr schließlich habe ich in Paris absolviert.

Fabio Oberweger: Wir haben im Sprachzweig an unserem Gymnasium die Möglichkeit, viele verschiedene Sprachen zu erlernen. Positiv bewertet wurde sicher auch das Wahlpflichtfach Chinesisch mit einem kurzen Aufenthalt in China.

 

Wie wichtig ist Vielsprachigkeit?

Frank Jenny: Durch die Sprache bekommt man auch Einblick in die Landeskunde, kann seinen Horizont erweitern und wird weltoffener. Außerdem bieten sich nach der Schule bessere berufliche Perspektiven.

 

Welche beruflichen Pläne habt ihr?

Christina Maria Lang: Derzeit bin ich als Turnusärztin in Feldkirch tätig, was anschließend kommt, weiß ich noch nicht. Ich könnte mir vorstellen, ein spezialisierendes Fachstudium im Ausland zu machen.

Fabio Oberweger: Ich möchte versuchen, den Durchbruch als Profi-Tennisspieler zu schaffen.

Frank Jenny: Nach der Matura möchte ich Englisch und Geographie auf Lehramt studieren.

 

Was ist für euch die schönste Sprache der Welt?

Frank Jenny: Für mich ist Niederländisch eine der schönsten Sprachen. Es ist die Sprache meiner Mutter und ich finde sie recht lustig.

Christina Maria Lang: Das kann ich nicht beantworten. Ich denke, es hat viel mit Erinnerungen und Erfahrungen zu tun. Entscheidend ist der persönliche Bezug zu einer Sprache.

Fabio Oberweger: Ich möchte mich auch nicht festlegen. Auf jeden Fall finde ich, dass Chinesisch nicht schön klingt.

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