AA

Junge Frau unter Heizstrahler fast verbrannt

Zwei Männer mussten sich nach einer Schlägerei vor Gericht verantworten.
Zwei Männer mussten sich nach einer Schlägerei vor Gericht verantworten. ©VOL.AT/Eckert
33-Jährige erlitt schwere Verbrennungen, Raufbolde hatten das Gerät umgestoßen

von Christiane Eckert/VOL.AT

Der 25-jährige Unterländer und sein 23-jähriger Kumpel wollten Silvester in einem Unterländer Club verbringen. Sie tranken, bis sie außer Kontrolle waren. Als sich dann noch eine Eifersuchtsgeschichte anbahnte, schlug der Ältere los. Er brach einem Unschuldigen die Nase, trat gemeinsam mit seinem Kollegen wie besinnungslos auf das Opfer ein, das bereits am Boden lag. Nasenbeinbruch, Prellungen, Hörvermögen eingebüßt – das war die Folge der sinnlosen Attacke.

Völlig unschuldig

Eine 33-Jährige hielt sich zu dem Zeitpunkt gemeinsam mit ihrem Mann ebenfalls in dem weihnachtlich dekorierten Außenbereich, wo die Schlägerei stattfand auf. Sie stand in der Nähe eines Heizstrahlers. Der Geschäftsführer stellt diese Geräte im Winter draußen auf, damit sich die Gäste auch im Freien wohlfühlen. Als der Anzettler der Schlägerei gegen das schwere, mit einer Gasflasche befüllte Gerät stieß, geriet dieses ins Wanken und kippte um. Es fiel um, auf die 33-jährige Frau und fügte ihr Verbrennungen zweiten und dritten Grades am Bein zu. Ein Gast eilte zu Hilfe, zerrte das Gerät weg, verbrannte sich ebenfalls am Arm.

Verurteilt

Die beiden Schläger werden verurteilt. Zum einen wegen der schweren Körperverletzung, die sie dem jungen Mann zufügten. Den einen trifft es 5460 Euro, die Hälfte davon auf Bewährung. Dem Opfer schuldet er 2000 Euro. Den anderen trifft es sieben Monate Bewährungsstrafe und 5400 Euro Geldstrafe. Er hat den Nasenbeinbruch und die Verletzungsfolgen der beiden anderen Gäste zu verantworten, weshalb er 7500 Teilschmerzensgeld zahlen muss. Der Geschäftsführer des Lokals wird, weil er den Heizstrahler nicht sicher im Boden verankerte, zu 2000 teilbedingter Geldstrafe verurteilt. Zudem zu 5500 Euro für die Verbrennungsopfer. Das Urteil des Drittangeklagten ist nicht rechtskräftig.

(VOL.AT)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Junge Frau unter Heizstrahler fast verbrannt
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen