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Junge Damen im Paradies der Klänge

„Tolles“ Damen-Trio: Alesia (Oboe), Akiko (Klavier), Raphaela (Kontrabass).
„Tolles“ Damen-Trio: Alesia (Oboe), Akiko (Klavier), Raphaela (Kontrabass). ©Privat
Portraitkonzert der Reihe „Talente im Funkhaus" mit zwei Spitzensolistinnen.

Dornbirn. Seit 2009 gibt es die erfolgreiche Konzertreihe „Talente im Funkhaus”, in der hochbegabte Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums einem interessierten Publikum vorgestellt werden. Die jungen Musiker bekommen dabei die wichtige Chance, schon früh vor einem sachkundigen Auditorium auftreten zu können. In einer Soiree am Freitag, die von Bettina Waldner-Barnay wie immer charmant moderiert wurde, gab es die freudvolle Begegnung mit der in Feldkirch 1994 geborenen Kontrabassistin Raphaela Rebecca Pfanner und der in Moskau geborenen Oboistin Alesia Varapayeva. Beide am Landeskonservatorium studierenden jungen Künstlerinnen besitzen schon einen erstaunlichen Grad technischer Reife und vor allem eine künstlerisch sensible, klangschöne Spielkultur. Als Partnerinnen am Bösendorfer fungierten einfühlsam die Korrepetitorinnen Akiko Metzler und Minako Nishida.

Raphaela Rebecca Pfanner bekam ihren ersten Klavierunterricht mit sechs Jahren an der Feldkircher Musikschule bei Nora Calvo-Smith, am Kontrabass unterrichteten sie ab 2005 Sandra Hoch und Markus Ess. Es folgte dann 2009 bis heute das Studium am Kontrabass im Landeskonservatorium bei Francisco Obieta. Raphaela gewann zahlreiche Preise und ist in mehreren Formationen als sehr geschätzte Kontrabassistin tätig. Reizvoll sind ihre Ausflüge in den Jazz, in der Band „Finestrino” musiziert sie mit prominenten Partnern wie Martin Lindenthal, Herbert Walser-Breuss und David Soyza.

Im Funkhaus konnte sie mit kontrastreichen Stücken begeistern – zu Beginn mit einer gefühlvollen Elegie in D-Dur des Meisters Giovanni Bottesini (1821 bis 1889). Es folge das Stück „After the prophecy” von Pfanners Lehrer Obieta (geb. 1957): die Künstlerin brillierte mit dem rassigen Kontrast von Pizzicati und erregter Streicherantwort. Bei Frank Protos (geb. 1941) „Sonata 1963″ (mit Metzler am Flügel) wirkte Raphaela Pfanner souverän, vor allem bei den jazzigen Elementen, beim Fugato, dem virtuosen Finale.

Geschenk an die Gäste

Alesia, Raphaela und Akiko Metzler beschenkten das Publikum quasi als Krönung noch mit dem rundum rassigen „Libertango” von Tango-Großmeister Astor Piazzolla (1921-1992). Obieta hatte das Stück für Oboe und Kontrabass trefflich arrangiert. Die 1989 geborene Russin Alesia Varapayeva (Studierende von Adrian Buzac, mehrfache Preisträgerin, bei verschiedenen Orchestern tätig) begeisterte mit äußerst kultiviertem Spiel auf ihrer Oboe, aber auch dem Englischhorn mit Werken von Vivaldi (Oboenkonzert, RV 455) und dem prächtigen „Omaggio a Bellini” für Englischhorn und Klavier (Nishida) von Antonio Pasculli (1842-1924).. Russland grüßte Italianità pur!

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