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Jugendsprecherin Tomaselli "unglücklich" über Eskalation im Grünen-Streit

Eine Rückkehr zur Sachpolitik wäre für Tomaselli wünschenswert.
Eine Rückkehr zur Sachpolitik wäre für Tomaselli wünschenswert. ©VOL.AT/APA
Bregenz. Der noch andauernde Konflikt zwischen der Bundesorganisation der Jungen Grünen und der Bundespartei beschäftigt auch Vorarlberg. Jugendsprecherin Nina Tomaselli hofft nun auf eine Rückkehr zur Sachpolitik.

Wie der Konflikt zwischen der Spitze der Jungen Grünen und der Mutterpartei vor allem öffentlich geführt wurde und eskalierte, mache sie persönlich sehr unglücklich. Für sie sollen die Grünen nicht nur eine Partei für junge Wähler, sondern auch der Mitgestaltung durch junge Politikbegeisterte sein, erklärt sie am Rande der Pressekonferenz zur Jugendmobilität.

“Ich bin sehr unglücklich, wie das gelaufen ist. Ich möchte aber einzelne Schritte nicht kommentieren”, stellt sie die Entscheidung des erweiterten Bundesvorstands nicht in Frage. Dieser hatte beschlossen, sich von der Bundesorganisation der Jungen Grünen zu trennen, da diese bei den ÖH-Wahlen eine GRAS-fremde Liste unterstützen wollte.

Rückkehr zur Sachpolitik

Sie habe sich bisher mit Absicht in der Diskussion zurückgehalten und erwartet, dass die Partei nun wieder zur Ruhe komme und sich wieder der Sachpolitik zuwende. Auch ÖVP-Jugendsprecher Julian Fässler will die Situation auf Bundesebene des Regierungspartners nicht zu detailiert kommentieren. Er sieht in der künftigen Einbindung der Jungen Grünen im erweiterten Bundesvorstand einen Schritt in die richtige Richtung.

Bundesvorstand tritt zurück

Am Montag fand der Streit zwischen den beiden Bundesorganisationen mit dem Rücktritt des siebenköpfigen Bundesvorstands der Jungen Grünen ein Ende.  In einer Aussendung erklärt Petrik, man nehme das Angebot von Bundessprecherin Eva Glawischnig, weiterhin mit der Jugendorganisation unter einem neuen Vorstand zusammenzuarbeiten, “natürlich an”. Die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder der Jungen Grünen klebten nicht auf Sesseln, sondern es gehe ihnen um die Sache. Der Vorstand werde im Juni daher nicht für eine Wiederwahl kandidieren.

Bundesvorstand muss gehen, Länderorganisationen bleiben

Im Vorfeld hatte Bundessprecherin Eva Glawischnig betont, mit den Länderorganisation der Jungen Grünen weiter zusammenarbeiten zu wollen, jedoch nicht mit dem Bundesvorstand. Mehrere Landespartei erklärten ebenfalls, die Zusammenarbeit mit “ihren” Jungen Grünen fortzusetzen, so auch die Vorarlberger Grünen. Vor einer Woche erklärten die Vorarlberger Jungen Grünen noch ihre Unterstützung für den nun zurückgetretenen Bundesvorstand.

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