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Jugendparlament im Landtag: "Jugendliche haben Wert der Demokratie erkannt"

©VLK/Bertsch
Bregenz. Nach zweitägiger Vorbereitung tagte am Sonntag das "Model European Parliament" im Sitzungssaal des Vorarlberger Landtags.
"Besonders wertvolle Initiative"

Rund 60 Jungparlamentarierinnen und Jungparlamentarier aus allen Bundesländern debattierten jugendrelevante Themen der EU und verabschiedeten Resolutionen – alles in englischer Sprache. Landtagspräsident Harald Sonderegger lobte das Engagement der Jugendlichen, v.a. ihren Beitrag zur Demokratie.

Junge Abgeordnete nehmen ihre Aufgabe Ernst

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen keine Zweifel aufkommen, wie ernst sie ihre Aufgabe im Rahmen des Model European Parliament Programms (MEP) nehmen: Sie schlüpften überzeugend in die Rolle von EU-Mandataren und bewiesen deutlich ihr Interesse an Europa und an der aktiven, demokratischen Teilhabe.

Landtagspräsident Sonderegger sieht darin ein deutliches Signal: “Die Jugendlichen haben den Wert von Demokratie bereits in jungen Jahren erkannt und sind bereit, ihren eigenen Beitrag zu leisten. Indem sie sich intensiv mit politischen Fragestellungen und ihrer Umwelt auseinandersetzen, sind sie in der Lage, sich eine fundierte Meinung zu bilden und Position zu beziehen. Damit haben sie manchem Erwachsenen schon einiges voraus.”

Lösungsansätze

Im Jugendparlament wurden unter dem Vorsitz des Präsidiums – Maria Kupriyanova und Kay Kaufmann von der Theresianischen Akademie Wien sowie Gallus Vögel und Michael Hinteregger vom BG Bregenz Blumenstraße – aktuelle europäische Themen diskutiert und Lösungsansätze dazu entwickelt. Solche Themen waren beispielsweise:

– Was kann die EU dafür tun, um Bildung und Mobilität der Jugendlichen zu fördern?
– Welche Rolle soll die EU in Zukunft beim Schutz von Jugendlichen vor Suchtgiften einnehmen?
– Wie lassen sich Umweltschutz und wirtschaftlicher Wettbewerb vereinbaren?

Rolle der Regionen in der EU

Landtagspräsident Sonderegger appelliert: “Europa ist die Idee der Freiheit und des friedlichen Miteinanders. Unsere derzeitigen Lebensumstände ─ der europäische Frieden ─ sind keine Selbstverständlichkeit. Es ist das Ergebnis eines langjährigen Prozesses, den wir alle in Zukunft intensivieren können.”

Dabei betont Sonderegger die Bedeutung der Regionen: “Nicht zuletzt wegen ihrer besonderen Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern sind die Regionen in der Lage, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit effizient voranzutreiben. Vor allem auf Ebene der EU kommt der Vertretung lokaler und regionaler Interessen aber eine immer größere Bedeutung zu.”

In vier Komitees wurde in Bregenz beim bislang 14. Jugendparlament über aktuelle europäische als auch regionale Themen wie Jugendarbeitslosigkeit und Bildung, globale Erwärmung und nachhaltige Energieversorgung, Regionalentwicklung, das bevorstehende TTIP-Abkommen und Gesundheitswesen diskutiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer formulierten Abänderungsanträge und verabschiedeten Resolutionen.

Der österreichische Zweig des MEP wird von Vertretern des Wiener Gymnasiums Theresianum in Kooperation mit dem BG International School Klosterneuburg koordiniert. Das BG Bregenz Blumenstraße und das BORG Dornbirn Schoren waren in diesem Jahr Gastgeber, sieben der rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stammen aus Vorarlberg. (red/VLK)

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