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Jugendliche mit Behinderung fördern

Mit "Spagat" hat das Institut für Sozialdienste (IfS) in Vorarlberg ein österreichweit einzigartiges Projekt ins Leben gerufen, das Jugendliche mit Behinderung beruflich integriert.

Ziel ist die berufliche Eingliederung von Schulabgängern mit Behinderung. Finanziert wird „Spagat“ durch Mittel des Landes Vorarlberg und des Europäischen Sozialfonds.

„Selbständig arbeiten und die Teilhabe am ,normalen’ Leben verbunden mit einem Zahltag und einer gewissen Eigenständigkeit sind für Menschen mit Behinderung genauso wichtig wie für jeden anderen auch“, betont Leiterin von IfS-Spagat, Elisabeth Tschann. Deshalb gelte es, Rahmenbedingungen für Menschen mit Behinderungen zu schaffen und von alten Bildern, wie Arbeitsplätze auszusehen haben, abzurücken. „Arbeitgeber mit sozialer Einstellung, die Menschen mit Behinderungen diese Chance geben wollen, sind vorhanden“, beteuert die Projektleiterin.

Bei der Suche nach einem passenden Arbeitsplatz steht die individuelle Zukunftsplanung im Mittelpunkt. „Um den Übergang von der Schule in die Arbeitswelt für den Jugendlichen möglichst effizient zu gestalten, beginnt die Kooperation mit den IntegrationsberaterInnen des Instituts für Sozialdienste (IfS) bereits im letzten Schuljahr“, so Tschann. Eine zentrale Rolle spiele dabei der Unterstützungskreis, in dem sich der Jugendliche selbst, seine Familie, Lehrer, Freunde und eine Fachperson vom IfS-Beraterteam treffen. Die Möglichkeiten des jungen Menschen werden gemeinsam erarbeit und anhand seiner Fähigkeiten mögliche Arbeitsplätze für Schnuppertage gewählt.

In der Schnupperphase werden mehrere Betriebe besucht. Die Arbeitsfelder sind je nach Begabungen des Jugendlichen sehr vielfältig. Bei Menschen mit schweren Behinderungen gibt es in der Regel keine bestehenden Arbeitsplätze, diese müssen individuell geschaffen und auf die einzelne Person abgestimmt werden. Wird eine Arbeitsstelle gefunden, gibt es eine dreimonatige Erprobungsphase für den Jugendlichen und den Arbeitgeber. Verläuft die Erprobungsphase positiv, kann es zu einer fixen Anstellung kommen. Auch Menschen mit schweren Behinderungen bekommen die Chance in privatwirtschaftlichen Betrieben, im Sinne von „Geschützten Arbeitsplätzen“, integriert zu werden. Somit können bestehende Strukturen genutzt und Kosten gespart werden.

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