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Joesi Prokopetz am 19. März im Löwensaal

Joesi Prokopezt am 19. März im Hohenemser Löwensaal
Joesi Prokopezt am 19. März im Hohenemser Löwensaal ©Ralph Fischbacher

Der beliebte Wiender Songwriter, Musiker, Autor und Kabarettist macht mit seinem Programm „Übrigens! Aber das nur nebenbei.“ am 19. März 2012 Station in Hohenems.

Karten gibt es ab sofort in allen Raiffeisenbanken und Sparkassen, im Musikladen und bei www.laendleticket.com

Zum Stück:
Was?
Ja!
Ist es jetzt eine Geschichte, die Prokopetz in seinem neuen Programm
erzählt oder sind es G`schichten und G`schichterln, die einem roten
Faden folgend wie Perlen auf einer Kette aufgereiht sind? Oder ist es,
wie man aus dem Titel „Übrigens!“ schließen könnte, nur ein einziger
großer Zwischenruf? Oder ist es der Entwurf einer dialektischen
kognitiven Hermeneutik oder geht es eh nur um Sex? Auf alle diese
Fragen kann man nur mit: „Ja!“ antworten aber auch mit: „Nein!“
Eines jedoch steht fest: Es ist, sowohl in Inhalt als auch in Form, das
reichhaltigste Programm, das Prokopetz je hingelegt hat. Reichhaltig
auch, denn es kommen immerhin 3 neue Lieder vor, die Prokopetz
selbst singt und sich auch selbst auf der Gitarre begleitet. Das
Lied vom blöden Witz. Das Lied vom sinnlosen Gesicht. Und: Das Lied
vom Leserbriefschreiber.
Die Dämonie des Alltags ist es, aus der Prokopetz – wie immer – schöpft und sich daher auch ganz
unkompliziert sagen ließe: Das Programm ist „aus dem Leben gegriffen!“
Warum er anfangs gar nicht weiß, ob er bis zum Schluss bleiben kann, warum er auf Äußerungen
seiner Frau, zunächst immer nur: „Was?“ sagt, wie das Eheliche im fortschreitenden Alter
überhaupt so ist, wie die beiden Spießgesellen von Kater Karlo (aus der Micky Maus) heißen, das
alles erfährt man an diesem Abend.
Aber genauso wird man erfahren, warum Verkäuferinnen in Modemärkten „unsichtbar“ sind, wie
lange fünf Minuten dauern können, dass Gott die Welt in drei Tagen hätte erschaffen sollen, weil
wir dann vier Tage Wochenende hätten und noch vieles mehr.
Es geht einfach um ALLES: bis hin zu den letzten Fragen: „Warum bin ich hier? Wohin gehe ich?“
Und vor allem: „Wer bezahlt das alles?“ Und: „Wie ernähre ich mich ohne Unterkiefer?“
Über das österreichische Idiom, das die österreichische Seele, ja die österreichische Tragödie
widerspiegelt, führt uns Prokopetz mit seinem neuen Programm, bis hin zu der tröstlichen
Erkenntnis: „Der Grund unseres Hierseins, ist noch lange nicht der Sinn unseres Daseins.“
Übrigens: Sehr, sehr lustig! Aber das nur nebenbei.

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