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Jobberater Hill: "Inferiore Imagereduktion"

Schwarzach - Die etwas ungewöhnliche Jobsuche von Ex-Vizekanzler und -Verkehrsminister Hubert Gorbach (B) sorgt bei Personalberater Othmar Hill für Entsetzen.

Er bezeichnete im Gespräch mit der APA den Brief von Gorbach an den britischen Finanzminister Alistair Darling („The world in Vorarlberg ist too small“) als „inferiore Imagereduktion“. Dass Gorbach auch noch den Namen des Finanzministers falsch geschrieben hat, sei kaum zu fassen.

„So eine Initiativbewerbung hat auf diesem Niveau überhaupt keinen Sinn“, betonte Hill. Außerdem schade sie dem Bild der Politiker in der Öffentlichkeit. „Es wäre wünschenswert, wenn sich Politiker vor Amtsantritt einem Auswahlverfahren unterziehen würden“, so das Resümee von Hill.

Ex-Politikern empfiehlt Hill dringend ein Jobcoaching, damit nicht solche Fehler passieren wie ein Brief an einen Briten in schlechtem Englisch. Da sei es schon sinnvoll, einen „Nativ-Speaker“ einmal drüberlesen zu lassen.

Kopfschütteln erzeugen bei Hill auch die handschriftlichen Änderungen auf der Adresse des Briefpapiers – abgesehn davon, dass der Ex-Minister früheres Amts-Briefpapier mit dem Wappen der Republik verwendet hatte.

Zu den Arbeitschancen von Ex-Politikern meinte Hill: „Die Chancen für eine Job sind gut.“ Allerdings eher bei „inhaltsleeren“ Angeboten, bei denen es primär ums Netzwerken gehe. Die Einkommen seien im Regelfall hoch.

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