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Jihadisten-Miliz IS galt zuletzt als geschwächt

Bei einem Terroranschlag am Montagabend in der Wiener Innenstadt ist ein Attentäter erschossen worden. Laut Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) war der mittlerweile identifizierte Angreifer "Sympathisant der Terrormiliz IS". Zuletzt galt der "Islamische Staat" (IS/ISIS/Daesh) als geschwächt. Experten warnen aber davor, dass die Jihadisten wieder an Einfluss und Boden gewinnen könnten.

Der "Islamische Staat" ist eine islamistische Terrororganisation, deren Mitglieder sich zu einer radikalen Auslegung des sunnitischen Islam bekennen. Ihre Aktivitäten sind seit dem Jahr 2003 bekannt. Der IS/ISIS kontrollierte in den vergangenen Jahren Teile Syriens und des Irak. Im Irak rief die Organisation Ende Juni 2014 ein Kalifat aus. Die tatsächliche Anzahl der IS-Jihadisten ist nicht bekannt, Schätzungen reichen bis zu mehreren hunderttausend. Da der IS in den vergangenen Jahren aber militärisch aufgerieben wurde, sollen mittlerweile viele ausländische Kämpfer in ihre Heimatländer zurückgekehrt sein.

Das IS-Kalifat sollte sich nach Vorstellung seiner Anhänger letztlich auf das Gebiet der Staaten Syrien, Irak, Libanon, Israel, Palästina und Jordanien erstrecken. In seinem Gebiet werden die Gesetze der Scharia angewandt. Die Scharia ist ein religiöses Werte- und Rechtssystem, das auf dem Koran sowie den Überlieferungen des Propheten Mohammed, der Sunna, aufbaut. Frauen müssen unter Todesandrohung einen Schleier tragen. Die UNO bewertet die jihadistisch-salafistische Gruppe als terroristische Vereinigung.

In seinen Kernzonen im Irak und in Syrien musste der "Islamische Staat" in den vergangenen Monaten deutliche Niederlagen hinnehmen. Experten zufolge hat der IS/ISIS in Syrien mehr als 95 Prozent seines früheren Gebietes verloren. Vertrieben wurden die Jihadisten-Milizen aus seinen früheren Hochburgen Mosul (Mossul) im Irak sowie Raqqa (Rakka) und Deir ez-Zor (Deir al-Zor/Dair as-Saur) in Syrien. Die Terrororganisation kontrolliert demnach nur noch ein Wüstengebiet an der Grenze zwischen beiden Ländern.

Allerdings sind IS-Ableger weiterhin auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel, in Afghanistan (wo es zuletzt wieder vermehrt blutige Attentate gab), in Libyen, im Jemen und auf den Philippinen aktiv. In Afrika ist der IS mittlerweile bestrebt, seine Präsenz vor allem südlich der Sahara zu stärken. Terrorismusexperten warnen aber auch, dass der IS im Irak und in Syrien erneut an Boden gewinnen könnte. Auch dort häuften sich die Anschläge wieder.

(APA)

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