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Jetzt wird´s Gelb: Simpsons the Game 360

Kult-Alarm! Homer und sein Clan machen Springfield unsicher.
Kult-Alarm! Homer und sein Clan machen Springfield unsicher. ©Waibel
Nach dem erfolgreichen Kinofilm setzt Electronic Arts nun zu einer Videospielverwurstung des Themas an. Das Game weist deutliche Parallelen zum Film auf und sprüht vor Witz.  

Von wenigen Ausnahmen abgesehen wurde die Gamer-Community bisher mit eher mäßigen Umsetzungen diverser Kinohelden geplagt. Wie schlägt sich „Simpsons the Game“?. Eines vorweg: Der goldige, äh gelbe Humor der beliebtesten Comic-Soap-Helden ever kommt rüber, grafisch hat man den Eindruck, man befinde sich mitten in einer Simpsons-Folge. Das Game spart auch nicht mit Seitenhieben auf andere Videospiele und hat sich dadurch bereits im Vorfeld Schlagzeilen dazu eingehandelt. Besonders von Rockstar, die in „Simpsons the Game“ zu eindeutige Parallelen zu ihrem bekanntermaßen jugendgefährdenden GTA sahen, kamen böse Stimmen.

Und in der Tat findet man sich nach Absolvieren des ersten Levels mit Homer in einem virtuellen Springfield wieder, in dem man sich frei bewegen kann und mit allerlei bekannten Charakteren aus der Serie auf verschiedenste Art und Weise interagieren kann. Daneben finden sich die Eingänge zu den Leveln frei verteilt, an Bushaltestellen können die nach und nach freizuspielenden Familienmitglieder Homers eingewechselt werden. Die einzelnen Missionen sind witzig actionreich, doch aber sehr Jump and Run-lastig. Manche Stellen können Ungeübte schon mal zur Verzweiflung bringen, der Witz der Protagonisten entschädigt aber für vieles. Zumeist geht es darum, die Fähigkeiten von zwei Familienmitgliedern zu kombinieren, um eine Aufgabe zu lösen. Während die KI die jeweils zweite Figur im Team steuert, übernimmt man die Kontrolle über den ersten Simpson. Dabei geben die Levels vor, mit wem man unterwegs sein muss, zumeist sind Vater und Sohn sowie Mutter und Tochter als Team auf dem Weg. Die Vorgabe in den Levels beschränkt sich darauf, alle Widersacher actionreich auszuschalten und in Jump and Run-Manier bestimmte Ziele im Level zu erreichen. Kleinere Rätsel sorgen für angenehme Kopfnüsse.

Auch die Levelbezeichnungen sind Hommagen an andere Videogames: So finden sich „Medal of Homer“, „Neverquest“ und das erwähnte kritisierte „Grand Theft Scratchy“ im Portfolio. In den lustigen Levels, bei dem von wütenden Franzosen bis hin zu Museumswärtern alles zu finden ist, geht es darum, die Fähigkeiten der Chaosfamilie situationsbedingt passend einzusetzen. Während Homer mit gigantischen Rülpsern ganze Gegnerhorden außer Gefecht setzt und sich zu einem dicken Ball zusammenrollt, um alles plattzuwalzen, setzt Bart seine Schleuder ein, um versteckte weit entfernte Ziele zu treffen oder schwebt mit seinem Cape Batman-gleich durch die Lüfte. Lisa nutzt ihr Sax, um Kulturbanausen außer Gefecht zu setzen und benutzt die „Hand des Buddha“ um Gegenstände schweben zu lassen. Marge betätigt sich politisch und trommelt per Flüstertüte einen wütenden Mob gegen die Veröffentlichung des jugendgefährdenden „Grand Theft Scratchy“ zusammen. In einer knackigen figurbetonten Polizeiuniform sorgt sie für Recht und Ordnung in den Straßen Springfields. So finden sich immer wieder liebevolle Seitenhiebe auf die Simpsons Folgen, besonders Fans werden viele witzige Details wiederfinden.

Die Besonderheit des Games ist, dass die ganzen Levels auch kooperativ durchgespielt werden können, dabei wird die normalerweise von der KI gesteuerte Spielfigur von einem menschlichen Mitspieler übernommen. Daneben sind die Levels leider Genre-Einheitsbrei, ohne die grandiose Lizenz und fabelhafte Umsetzung des Simpson-Themas wäre „Simpsons the Game“ nur ein Action-Jump and Run unter vielen.

So wird rasch klar: Auch wenn das Spiel etwas durchschnittlich ausgefallen ist – der Simpsons-Humor ist das eigentliche Zugpferd dieses Titels. Seitenhiebe auf andere Videogames, Hommagen an beliebte Serienfolgen, kultige Sprüche insbesondere von Homer und Bart, das alles bringt den Charme der Serie in die Form eines einigermaßen gut zu spielenden Action Jump and Runs. Auf den Next Generation Konsolen glänzt das Game auch mit einer Grafik, die den Look der Serie sowohl optisch als auch von den Animationen her perfekt einfängt.

Fazit:

Wenngleich das Spielgerüst hinter dem Titel etwas durchschnittlich daherkommt: Besonders Simpsons-Fans kommen an diesem Game einfach nicht vorbei. Mehr noch – alleine die liebevollen Seitenhiebe auf Simpsons-Folgen, der kultige Humor der Serie und die Schrulligkeit der gut umgesetzten Protagonisten samt Springfield samt ihrer durch die Serie bekannten Bewohner lässt jede noch so dürftige Präsentation dahinter vergessen. Dieses Game gehört definitiv ins Regal eines jeden Simpsons-Fans! Und ich oute mich hier an dieser Stelle als möglichst regelmäßiger Konsument der Serie…

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