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Jetzt wird's gefährlich: 51 Prozent mehr Unfälle im Mai

In Vorarlberg in letzten 5 Jahren im Mai um die Hälfte mehr Unfälle als in den Vormonaten.
In Vorarlberg in letzten 5 Jahren im Mai um die Hälfte mehr Unfälle als in den Vormonaten. ©Bilderbox/Symbolbild
Die Stirn von Verkehrsexperten legt sich wieder in Falten: Mit der Ausflugs- und Bikersaison schnellt die Zahl der Verkehrsunfälle nach oben.

Der Mai ist ein besonders unfallträchtiger Monat. Eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt, dass in Vorarlberg in den vergangenen fünf Jahren im Mai um 51 Prozent mehr Verkehrsunfälle mit Personenschaden passierten als im Monatsschnitt von Jänner bis April. Die Zahl der tödlich Verunglückten war in den vergangenen fünf Jahren im Mai sogar drei Mal so hoch.

Im Vorjahr passierten im Mai im Schnitt sechs schwere Verkehrsunfälle pro Tag, verdeutlicht der VCÖ. Bei 140 Verkehrsunfällen wurden im Mai des Vorjahres 176 Menschen verletzt, drei kamen ums Leben.

Hohes Tempo, Unachtsamkeit als Hauptunfallursachen

Eine Ursache für den Anstieg der schweren Verkehrsunfälle ist, dass mehr Motorräder und Mopeds unterwegs sind. Zudem nimmt im Mai insgesamt der Ausflugsverkehr zu. Bei schweren Verkehrsunfällen sind zu hohes Tempo sowie Unachtsamkeit und Ablenkung die Hauptunfallursachen, informiert der VCÖ. Die VCÖ-Tipps für sicheres Fahren: Aufmerksam, rücksichtsvoll und vorausschauend fahren, Tempolimits einhalten sowie nicht nur die Devise „Don’t drink and drive“, sondern auch „Don’t phone and drive“ beherzigen. „Wer beim Autolenken mit dem Handy telefoniert, reagiert ähnlich schlecht und langsam wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille“, macht VCÖ-Experte Markus Gansterer aufmerksam.

VCÖ rät zu Alternativen

Der VCÖ empfiehlt zudem, wenn vorhanden, auf sichere Alternativen zu Moped, Motorrad oder Pkw zu greifen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist man deutlich verkehrssicherer unterwegs. „Dass Discobusse deutlich sicherer sind, als Moped oder Pkw ist bekannt. Aber auch bei der Fahrt in die Arbeit oder um Ausflüge zu machen, sind öffentliche Verkehrsmittel deutlich sicherer als Auto oder Motorrad“, betont Gansterer. Der VCÖ setzt sich für den weiteren Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes und für mehr Bahn- und Busverbindungen ein.

Wichtig sei zudem, dass die Infrastruktur für den Radverkehr weiter ausgebaut werde. Im Ortsgebiet erhöht Verkehrsberuhigung die Verkehrssicherheit beim Radfahren, außerhalb der Ortsgebiete sind entlang von Freilandstraßen Radwege wichtig, um sicheres Radfahren zu ermöglichen.

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