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„Jetzt bin ich dran“

Zeugnisverteilung im "Leuchtturm"
Zeugnisverteilung im "Leuchtturm" ©Gerty Lang
14 erfolgreiche Absolventen haben erfolgreich ihren Hauptschulabschluss bestanden.
Zeugnisverteilung "Leuchtturm"

Dornbirn. Für die Menschen im Raum war es ein ganz besonderer Tag. Sie konnten ihre Hauptschul-Abschlusszeugnisse entgegennehmen Das Projekt „Leuchtturm“ leuchtet seit 25 Jahren. Seit 1994 bieten die Dornbirner Jugendwerkstätten mit der Partnerschule Mittelschule Lustenauerstraße den Pflichtschulabschluss im 2. Bildungsweg an. Fachlich werden sie dabei von Direktor Christian Purin unterstützt, der auch die Prüfungen abnimmt. Junge Menschen werden in einer Intensivlerngruppe auf die einzelnen Prüfungen vorbereitet. Um jedoch seine Lebensziele zu erreichen, braucht man einen Schulabschluss. Im September 2018 starteten 24 SchülerInnen im Alter von 16 – 47 Jahren. 21 blieben bis zum Schluss aktiv. Bis zur Zeugnisverteilung am 22. Februar absolvierten neun Damen und fünf Herren den Lehrgang. Insgesamt wurden 121 Prüfungen abgelegt. „Mein Ziel ist es, den Teilnehmern ein positives und offenes Lernumfeld zu bieten. Sie sollen sich wohl fühlen und dort abgeholt werden, wo sie zum Zeitpunkt des Projekt-Einstiegs stehen“ so Projektleiterin Stefanie Helm. Unterstützt wird sie von Julia Krepl. „Natürlich ist es eine Herausforderung, den Lernstoff zu vermitteln. Wir hatten sieben Schüler mit deutscher und 19 mit nicht deutscher Muttersprache aus sieben verschiedenen Nationen“ lächelt die Pädagogin.

Eurpastadtrat Guntram Mäser war stolz, den aufstrebenden Menschen, die Zeugnisse überreichen zu können.

Chancengleichheit

Ein überraschendes Ergebnis ergab vor gut drei Jahren ein Forschungsprojekt der FH-Vorarlberg über die Chancengleichheit für alle am Projekt Teilnehmenden. „Überprüft wurden Diskriminierungstendenzen aufgrund des Alters, des Geschlechts, des Migrationshintergrundes oder zusätzlicher Belastungen wegen Elternschaft oder Berufstätigkeit“, sagt Elmar Luger, Geschäftsführer der Dornbirner Jugendwerkstätten. „Man kam zu einem sehr positiven Ergebnis“. Ein Novum war, dass Direktor Purin noch am selben Tag der Zeugnisübergabe Prüfungen abnahm und dadurch noch zwei Absolventen zu ihrem Abschluss kamen.

Was hat für dich der „Leuchtturm“ bedeutet

Marcel Spettel, 17, Dornbirn

Ich habe vorher in der Jugendwerkstätte gearbeitet, wollte aber meinen Schulabschluss nachholen. Habe vorher die Schule wegen privater Probleme abgebrochen. Jetzt möchte ich die entweder die Matura oder eine Berufsreifeprüfung machen. Ich suche gerade einen Ferialjob. Auf jeden Fall schaue ich jetzt voll motiviert in die Zukunft.

Corinna Geiger, 16, Lochau

2015 habe ich die Schule abgebrochen, wurde gemobbt und hatte Schulangst. Im September bin ich dann auf „Leuchtturm“ gestoßen und habe es durchgezogen. Ich habe mich hier sofort wohl gefühlt und man hat mir sehr geholfen. Ich beginne eine Lehrstelle als Einzelhandelskauffrau. Nach der Lehre möchte ich aber Sozialpädagogin werden.

Michelle Führer, 17, Dornbirn

Ohne Job geht gar nichts. Und ohne Schulabschluss bekommt man keinen Job. In der normalen Hauptschule wurde ich gemobbt und hatte Angst vor einer Wiederholung. Deshalb bin ich so froh, dass es den „Leuchtturm“ gibt. Hier hat man mich aufgefangen und ich fühlte mich sofort wohl. Eine Lehrstelle im Einzelhandel habe ich auch schon in Aussicht.

Rukkiye Yücel, 47, Fussach

In der 3. Klasse Hauptschule nahmen mich meine Eltern aus der Schule. Ich musste arbeiten gehen, habe geheiratet und Kinder bekommen. Diese haben einen Beruf erlernt. Jetzt kam ich endlich an die Reihe und wollte meinen Schulabschluss nachholen. Ich arbeite im Pflegeheim in der Pflege und Aktivierung. Ich brauche den Abschluss, damit ich mich in der Krankenpflegeschule anmelden kann.

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