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"Jedes Stück hat Geschichte"

Im Antix-Stadel gibt es viel zu entdecken.
Im Antix-Stadel gibt es viel zu entdecken. ©(Foto: B. Wiesner)
Antix Stadel
Antix Stadel

Dornbirn. „Eintauchen in die Welt der Antiquitäten“ kann man im Antix-Stadel im Wallenmahd, der bald das 10jährige Geschäftsjubiläum feiert, wie Mario Hämmerle verrät.
„Ich bin ein Antiquitätenhändler, der gerne trödelt“ erzählt Mario Hämmerle. Der Laden hat sich mit den Jahren nicht nur als El Dorado für Sammler und Kulturinteressierte entwickelt, sondern auch für Menschen, die das Besondere lieben und damit ihr Heim aufwerten möchten.

Der Minimalismus, der nicht zuletzt von den Vorarlberger Architekten gefördert wurde, findet nun eine Trendwende, weiß Hämmerle. „Viele Leute, die minimalistisch leben, fühlen sich nicht wohl, wollen sich wohliger einrichten und suchen ein Bild, eine Uhr oder ein Möbelstück“ erzählt der Antiquitätenhändler. Das was auf Internationalen Antiquitätenbörsen schon länger zu spüren ist, setzt sich auch bei uns im Land fort. Man deckt sich mit Antiquitäten als Wertanlage ein. „Die Nachfrage nach hochwertigen Stücken ist groߓ so Hämmerle. Wer sich auf den vier Etagen des Hauses, auf 600 Quadratmetern auf die Suche macht, der entdeckt eine Welt der Schätze. Stücke, die vielfach eine interessante Vergangenheit haben. „Ein Highlight ist sicher die Kinderwiege, die nachweislich von Enkeln des Kaisers benutzt wurde, aber auch eine originale Gefängnistüre von der Bregenzer Oberstadt, seltene Ausgrabungen, oder ein Phonograph aus dem Jahre 1905“ verrät Mario Hämmerle.

Kuriositäten, wie eine Tibetanische Ritualschädeldecke gibt es zu entdecken bis hin zu Sprechmaschinen. In Mario Hämmerle findet man einen Kenner der Materie. „Mein Beruf ist mein Hobby. Mit den Jahren habe ich mir ein großes Wissen angeeignet, auch durch viele Bücher, auf Antiquitätenbörsen oder in Diskussionen mit Sammlern“ so Hämmerle. Menschen aller Generationen und Gesellschaftsschichten trifft man im Antix-Stadel. „Von der Putzfrau bis hin zum Direktor“ erzählt Hämmerle. Man nimmt sich Zeit und bei einer Tasse Kaffee wird philosophiert und diskutiert.

Mit seinem fotografischen Gedächtnis weiß Mario Hämmerle genau, wo sich die Mokkatasse, oder die Engelputte die gewünscht ist im Haus finden lässt. Etwas überfordert und erstaunt zeigte er sich dennoch, als vor Monaten gar ein Reisebus vor seinem Antix-Stadel Halt machte und Chinesen sich mit Landschaftsbildern und Kuckucksuhren eindeckten. Für besondere Stücke hat Mario Hämmerle oft eine gute Nase, wie die Sammler und viele Kunstinteressierten wissen, die immer wieder mal hier einkehren. Der faire Preis ist ihm dennoch ein Anliegen. „Der Arbeitseinsatz ist auch in diesem Geschäft groß. Hätte ich einen Cezanne, müsste ich nicht mehr arbeiten“ meint er lachend und erzählt schon im nächsten Satz, dass er für den Antix-Stadel noch weitere Ideen hätte, „es wird immer wieder umgebaut und umgestaltet“ so Hämmerle.

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