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Jeder 7. tödliche Verkehrsunfall mit Lkw-Beteiligung

Bregenz -  Übermüdete Lkw-Fahrer sind eine tödliche Gefahr im Straßenverkehr. Sie sind bei jedem siebenten tödlichen Verkehrsunfall in Vorarlberg beteiligt, wie eine aktuelle VCÖ-Untersuchung zeigt.

In den Jahren 2005 bis 2009 wurden in Vorarlberg insgesamt 17 Menschen bei Verkehrsunfällen mit Lkw-Beteiligung getötet. Rund 57 Prozent waren Radfahrer, weitere 28 Prozent waren Insassen von Pkw, so der VCÖ.

Der VCÖ fordert mehr Lkw-Kontrollen. Im Vorjahr wurden in Österreich 107.000 Lkw kontrolliert. Diese Anzahl sollte bis zum Jahr 2013 auf 200.000 Kontrollen verdoppelt werden. Zudem sind die Geldstrafen für Frächter, die Ruhezeiten nicht einhalten und Tachos manipulieren, drastisch zu erhöhen. Wirksam sind zudem auch Zeitstrafen, die in Spanien und Frankreich  erfolgreich umgesetzt werden.

“Das Aufdecken manipulierter Fahrtenschreiber in der Steiermark und in Salzburg macht deutlich, dass die Nichteinhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten weit verbreitet ist. Übermüdete Lkw-Fahrer sind eine enorme Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer”, stellt VCÖ-Experte DI Martin Blum fest. Wie gefährlich Sekundenschlaf in folge nicht eingehaltener Ruhezeiten ist, macht folgendes Beispiel deutlich: Ist ein Lkw mit Tempo 80 unterwegs, legt er in einer Sekunde 22 Meter zurück. Bei Sekundenschlaf im Blindflug.

Der VCÖ weist auf einen weiteren Aspekt hin: Nicht eingehaltene Ruhezeiten verbilligen den Transport auf der Straße, führen zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Schiene auf die Straße und damit zur Zunahme des Lkw-Verkehrs auf Österreichs Straßen. Wie sehr eine Abnahme des Lkw-Verkehrs zu mehr Verkehrssicherheit führt, zeigte das Krisenjahr 2009: Die Zahl der bei Lkw-Unfällen in Österreich tödlich Verunglückten ist im Vorjahr um 26 Prozent zurückgegangen.

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