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Jede Stimme ist einzigartig und wertvoll

Der Seniorenchor Dornbirn feierte in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen.
Der Seniorenchor Dornbirn feierte in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen. ©Gerty Lang
Vereine im Fokus – Seniorenchor Dornbirn     Im November 2012 feierte der Seniorenchor Dornbirn sein dreißigjähriges Bestehen. Dornbirn. Sie haben ihre Stimme entdeckt, setzen sie souverän ein. Einen Klangkörper, der unmittelbar erfahren wird.
Seniorenchor bei der Weihnachtsfeier

Das gibt Vertrauen und fördert das Selbstbewusstsein. Wir sprechen hier von der Generation 60-plus, die sich zu einer Chorgemeinschaft zusammengefunden hat. „Zurzeit hat der Seniorenchor 48 Mitglieder. Unsere Damen werden von 10 schönen Männerstimmen unterstützt“, erzählt Obmann Anton Grabherr. „Ich wurde nicht zum Obmann gewählt, sondern nach dem Tod meines sehr geschätzten Vorgängers einfach dazu verpflichtet“, meint der ehemalige Berufsschuldirektor im Unruhestand lachend. Dazu ist zu sagen, dass er beim Männerchor Hörbranz Chorleiter war. 1976 wurde der sogenannte „Seniorentreffpunkt Kolpinghaus“ von Berta Felder und Gusti Leimser gegründet. Aus dieser Gruppe entstanden die Senioren-Handarbeitsgruppe und der Seniorenchor Dornbirn. Da bei den Treffpunkten immer fröhlich gesungen wurde, kam den beiden Frauen die Idee, einen Seniorenchor zu gründen. Karl Platzgummer, gut befreundet mit der Schwester von Berta Felder, konnte im Mai 1982 als Dirigent gewonnen werden. Im Herbst desselben Jahres trat der Chor, mit drei Männern an Bord, erstmals öffentlich im Kolpinghaus auf. Es folgten Auftritte um Auftritte. Das Repertoire ist umfangreich: von Volksliedern, englischer bis hin zur kirchlichen Literatur wird von den Damen und Herrn im besten Alter alles gesungen. Und es klingt wohltönend und melodisch. „Auftritte sind für unseren Chor enorm wichtig und spornen die Sängerinnen und Sänger an. Einer unserer Fixpunkte war die Erntedankfeier im Kulturhaus. Diesen hat man uns leider gestrichen“, bedauert Grabherr. „Wir singen in der Kirche, in der Spitalskapelle, bei Seniorenveranstaltungen und sind beim jährlichen Singen des Seniorenbundes dabei. Ende Jänner singen wir wieder in der St. Martinskirche und gestalten mit unseren Liedern die Messe. Im Mai treten wir immer Mittwochvormittag in der Seniorenresidenz auf“, freut sich Gisela Hämmerle jetzt schon auf diese Termine. Sie ist seit 18 Jahren Chorleiterin. „Die Lieder suche ich nach je nach Veranstaltung und Erlernbarkeit aus. Ich lege Wert auf schöne Sätze und Literatur, die man gerne singt und hört. Sein 25jähriges Jubiläum konnte der Chor mit einem Konzert im Kulturhaus zusammen mit dem JUKI-Kinderchor Haselstauden, unter Gernot Schwendinger und der Chorvereinigung „Remixed“, unter René Reiter, feiern. Vergangene Woche traf sich der illustre Chor zur Weihnachtsfeier im Hotel Krone. Durch ihre schönen Stimmen und Lieder konnte man Weihnachten so richtig fühlen. „Singen hält jung. Ich habe keine einzige Probe versäumt und komme auch jetzt noch gerne zu den Veranstaltungen“, schmunzelt die 100jährige Mimi Grubhofer, ein Chormitglied der ersten Stunde. Auch der 96jährige Dr. Rudolf Seewald singt seit 30 Jahren im Chor und möchte keine Probe und keinen Auftritt missen. Wer das Singen liebt, Gemeinschaft schätzt und kranken, alten Leuten gerne eine Freude macht, ist herzlich eingeladen zu einem Schnupperbesuch einer Chorprobe.

 

Kontaktadresse:

Seniorenchor der Stadt Dornbirn:

Chorproben jeden Donnerstag ab 17.00 bis 18.45 Uhr in der Alten Kochschule Dornbirn – Oberdorf, Kirchgasse 8

Ansprechpartner: Anton Grabherr,  Tel. 05574/42925

 

Was bedeutet für Sie der Chor

 

 

 

Anton Grabherr, Obmann

Die meisten unserer Mitglieder kommen aus anderen Chören, andere weil sie Anschluss suchen. Wir sind eine nette Gruppe, haben einen sozialen Hintergrund. Und genau das brauchen die Leute. Unsere Mitglieder bleiben bis ins hohe Alter jung und geistig fit.

 

 

Marta Berchtold, Sängerin Alt

Ich singe seit 16 Jahren im Chor, gerne in Messen, da ich schon vorher im Kirchenchor gesungen habe. Viele Lieder kann ich auswendig. Wer keine Noten kennt, singt nach Gehör. Früher habe ich Zither gespielt, jetzt ist Singen mein Leben.

 

 

Dr. Rudolf Seewald, Sänger

Ich singe seit 30 Jahren im Chor. Da mein Augenlicht nachgelassen hat, kann ich die Noten nicht mehr so gut lesen. Das macht sich bemerkbar, wenn neue Lieder dazu kommen. Ein Fixpunkt in meinem Terminkalender ist die Chorprobe am Montagabend.

 

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