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Jüdisches Museum wiedereröffnet

Hohenems - Das Jüdische Museum in Hohenems ist Sonntagmittag feierlich wiedereröffnet worden. Das Land Vorarlberg sieht eine "klare Verpflichtung" gegenüber dem Museum.

„Durch das Jüdische Museum hat Vorarlberg ein intellektuelles Zentrum gewonnen, das über die Landesgrenzen hinaus Menschen zusammenbringt“, betonten Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) und Kulturreferent Landesstatthalter Markus Wallner (V) bei dem Festakt.

„Das Land steht hinter dem Museum, das in seinem Konzept einem modernen Themenmuseum gleichkommt“, erklärte Wallner. Mit der Kostenaufteilung (Land und Stadt jeweils 50 Prozent) habe das Land deutlich signalisiert, dass es hinsichtlich des Jüdischen Museums eine klare Verpflichtung übernimmt, so Landeshauptmann Sausgruber.

Mit den Nachkommen der emigrierten jüdischen Hohenemser, von denen zahlreiche zum Festakt kamen, habe das Haus eine große Gruppe von Freunden, die sich für das Museum engagieren, erklärte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, Esther Fritsch. Das Engagement erfolge sowohl ideell als auch finanziell.

Nach dem Umbau und Erarbeitung eines neuen Konzeptes dokumentiert eine neue Dauerausstellung die Geschichte der Jüdischen Gemeinde Hohenems, die über drei Jahrhunderte, bis zu ihrer Vernichtung in der NS-Zeit, existierte. Neu ist unter anderem eine eigene Ausstellung für Kinder und Jugendliche. Zu dem Festakt waren auch zahlreiche Nachkommen von Hohenemser Juden aus aller Welt angereist.

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