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Jüdisches Museum eröffnet Ausstellung

Hohenems - In der Heimann-Rosenthal-Villa sind zwar noch die Handwerker am Werk: Das Jüdische Museum eröffnet am Wochenende nach einer Umbaupause seine neue Dauerausstellung.

Durch neue Exponate, einen moderneren Zugang und eine Kinderausstellung will das Haus unter Direktor Hanno Loewy mehr Besucher anziehen und sich auch für internationale Gäste weiter öffnen.

Verantwortlich für die bauliche Erneuerung zeichneten die Architekten Erich Steinmayr und Friedrich H. Mascher, bekannt durch den Umbau der Albertina. „Der Schritt zum Museum musste getan werden“, umriss Steinmayr beim Pressegespräch am Donnerstag die Aufgabe. Der Besucher betritt im Erdgeschoss eine großbürgerliche Villa, ein Privathaus, das sich bis ins Dachgeschoss immer mehr zum Museum wandelt. Das Dachgeschoss – der NS-Zeit und der Zeit nach 1945 gewidmet – wurde runderneuert und in einen modernen Ausstellungsraum verwandelt.

Inhaltlich hat Kurator Hannes Sulzenbacher der veränderten Betrachtung der Historie Rechnung getragen, in der Ausstellung sollen laut Sulzenbacher Persönlichkeiten und deren Geschichten ins Zentrum rücken und so Heimatgeschichte und Erinnerung lebendig halten. Es ist vorgesehen, über Audiostationen Besuchern vertiefende Informationen und individuelle Erfahrungen näher zu bringen, durch die Mehrsprachigkeit dieser Stationen will sich das JM auch für ein internationales Publikum attraktiver machen.

Thematisch werden in der neuen Dauerausstellung der Zeit nach 1945 und der Bedeutung von Hohenems als Fluchtdrehscheibe mehr Platz eingeräumt. In der in kindgerechter Höhe angebrachten Kinderausstellung finden sich versteckte Schalter, die die kleinen Besucher aktivieren können, um Geschichten über jüdisches Leben in Vorarlberg zu erleben.

Der Umbau des seit 1991 bestehenden Museums kostete laut Direktor Loewy insgesamt rund 900.000 Euro, davon konnte das JM über Gönner, Sponsoren und Freunde rund 450.000 Euro selbst lukrieren. Etwa 300.000 Euro brachten die Stadt Hohenems und das Land Vorarlberg auf, weitere 100.000 Euro der Bund. An den Kosten für den laufenden Betrieb von rund 165.000 Euro jährlich beteilige sich der Bund allerdings kaum. Es bestehe aber „der Wunsch und der Wille in Zukunft sehr deutlich auf den Bund zuzugehen“, kündigte Loewy an.

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