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Japans Notenbank bleibt bei Konjunkturhilfen in Coronakrise

Japans Notenbank hält in der Corona-Krise an ihrer lockeren Geldpolitik zur Stützung der Konjunktur fest. Die Tokioter Währungshüter beließen am Dienstag wie erwartet ihr kurzfristiges Zinsziel bei minus 0,1 Prozent und die Zielrendite für zehnjährige Staatsanleihen bei null Prozent. Zugleich erklärten sie sich zu weiteren Schritten bereit, um bei Bedarf der Wirtschaft zusätzlich unter die Arme zu greifen.

Trotz zuletzt verschärfter Beschränkungen zur Virus-Eindämmung bekräftigte die Bank von Japan ihre Prognose, wonach die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt auch dank der robusten Nachfrage aus China und den USA auf eine moderate Erholung zusteuere. Allerdings kappte sie ihre Prognose für die Inflation in diesem Jahr und rechnet zudem damit, dass ihr Ziel einer Teuerungsrate von zwei Prozent als Idealwert für die Wirtschaft auch in den nächsten beiden Jahren deutlich unterschritten werden dürfte.

Die Notenbank hat während der Coronakrise ihre Geldpolitik immer expansiver ausgerichtet und dabei auch ihre Wertpapierkäufe ausgebaut. Mit steigenden Kaufbeständen nahm allerdings auch die Kritik zu, dass sie damit immer stärker in den Markt eingreife und die Preisfindung verzerre. Nach einem Strategiecheck haben sich die Währungshüter bei der Steuerung der langfristigen Zinsen jüngst mehr Spielraum verschafft.

(APA/Reuters)

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