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Japan: Zwergwale im Visier

Sechs japanische Schiffe sind am Montag zu einer umstrittenen Walfang-Expedition aufgebrochen. Wie die Fischereibehörde mitteilte, soll die Flotte vor der Küste bis zu 60 Zwergwale erlegen.

Die Schiffe werden Ende Mai im Hafen von Ishinomaki in der Präfektur Miyagi zurück erwartet. Die Untersuchung der toten Wale soll offiziellen Angaben zufolge Aufschlüsse über die Nahrung der Meeressäuger und damit über die Auswirkungen auf die Fischbestände geben.

Die Ergebnisse sollen der Internationalen Walfangkommission (IWC) übermittelt werden. Diese hatte den Walfang im Jahr 1986 verboten, die Jagd zu Forschungszwecken ist jedoch in beschränktem Maße erlaubt. Umweltschützer werfen Japan vor, unter dem Deckmantel der Wissenschaft kommerzielle Ziele zu verfolgen. Das Fleisch der Wale, das in Japan als Delikatesse gilt, wird verkauft. Der Erlös dient auch zur Finanzierung der Expeditionen.

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