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Japan: Todesurteil für Aum-Sekten-Mitglied

Japans Oberstes Gericht hat am Donnerstag das Todesurteil gegen ein Mitglied der Aum-Shinrikyo-Sekte wegen mehrfachen Mordes bestätigt. Kazuaki Okazaki war im Oktober 1998 zum Tode verurteilt worden.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte Okazaki 1989 einen Aum-kritischen Anwalt, dessen Frau und Kind sowie einen Sektenanhänger ermordet. Damit ist das erste von 13 Todesurteilen gegen Aum-Shinrikyo-Mitglieder rechtskräftig.

Der Gründer der Sekte, Shoko Asahara (50), war im Februar vergangenen Jahres unter anderem wegen des Saringas-Anschlages auf die Tokioter U-Bahn vor zehn Jahren zur Höchststrafe verurteilt worden. Bei dem Anschlag waren zwölf Menschen getötet und mehr als 5.500 verletzt worden.

Okazaki hatte sich selbst gestellt und war geständig gewesen, deshalb hätte das Oberste Gericht das Todesurteil auch in eine Haftstrafe abmildern können. Die Aum-Sekte existiert noch immer, nennt sich aber seit Anfang 2000 „Aleph“.

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