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Jähes Ende für Denkvariante Nord

Der Absturz der FPÖ bei der Landtagswahl bedeutet auch ein jähes Ende für die Denkvariante Nord. "Dieses Modell ist definitiv vom Tisch", sagt der zuständige Landesrat Manfred Rein.

Ende Juli präsentierte FP-Chef Dieter Egger als zuständiger Landesrat sein „Denkmodell Nord“, das als Alternative zur S 18 die Verlagerung der Trasse nach Norden vorsah. Was folgte, war ein Sturm der Entrüstung: Bürger und Politiker der betroffenen Gemeinden gingen auf die Barrikaden, die ÖVP zeigte sich vom „nicht abgesprochenen Vorstoߓ des Freiheitlichen damals massiv verärgert.

Variante ist vom Tisch

Durch den Ressortwechsel in der neuen Koalition ist dieses Modell nun allerdings definitiv vom Tisch. „Das war ohnehin nur eine Wahlvariante und keine Denkvariante“, sagt Landesrat Manfred Rein, neben Wirtschaft und Raumplanung nun auch für Eggers einstiges Ressort, den Straßenbau, verantwortlich: „Dieses Modell ist gestorben, kommt auf den Varianten-Friedhof“.

Denn diese Variante habe sich von Anfang an weder mit dem Verkehrskonzept noch mit der Vision Rheintal vereinbaren lassen. „Und zudem bringen unüberlegte Schnellschüsse, wie diese Alleingang-Variante eine war, nichts“, sagt Rein.

Auch Umwelt-Landesrat Erich Schwärzler ist der Meinung, dass „diese Variante nicht umzusetzen“ gewesen wäre: „Zu nahe am Siedlungsrand, enormer Bodenverbrauch.“ Und letzten Endes habe „Egger dieses Modell auch nicht mit den Betroffenen abgesprochen“, ärgern sich die Landesräte, „und so kann man ja wirklich nicht vorgehen“.

Zufrieden mit dem Ende des Denkmodells zeigt sich auch Grünen-Chef Johannes Rauch: „Diese Variante war von Anfang an eine Luftblase und hätte keine Entlastungswirkung, dafür aber einen gigantischen Platzverbrauch gehabt.“

Egger kontert

Egger sieht das Denkmodell dagegen nach wie vor als „sehr logische Variante“, die zumindest in die Überlegungen um eine Entlastungsstraße miteinfließen solle. Kippe die VP dieses Modell, geschehe dies „aus wahltaktischen Gründen“ in Richtung Gemeindewahl: „Die Schwarzen wollen ihre Bürgermeister nicht in Schwierigkeiten bringen.“

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