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Jaguar-Team steigt aus WM aus

Christian Klien verliert seinen Arbeitgeber, denn das Jaguar-Team steigt mit Ende der Saison aus finanziellen Gründen aus der Formel-1-Weltmeisterschaft aus. Ford wird den Rennstall zum Verkauf anbieten.

Der Mutterkonzern Ford gab am Freitag bekannt, dass er den Rennstall nach dem letzten Grand Prix am 24. Oktober in Brasilien zum Verkauf anbieten werde. Auch die zum Ford-Konzern gehörende Motorenschmiede Cosworth wird verkauft. „Nach gründlichen Überlegungen hat der Ford-Konzern entschieden, aus der Formel 1 auszusteigen”, erklärte Joe Greenwell, Vorsitzender und Geschäftsführer von Jaguar und Land Rover, dass neben finanziellen Gründen auch die sportlichen Misserfolge für den Ausstieg verantwortlich seien.

Durch den Ausstieg von Jaguar und den Verkauf von Cosworth gibt es derzeit nur sieben wettbewerbsfähige Teams für die WM 2005: Die sechs werksunterstützten Rennställe Ferrari (Fiat), Williams-BMW, McLaren-Mercedes, Renault, BAR-Honda, Toyota sowie das Privatteam Sauber. Jordan und Minardi müssen dagegen auf einen schnellen Verkauf von Cosworth an einen kooperativen Partner hoffen, damit sie auch im nächsten Jahr wieder Gas geben können. Laut dem „Concorde Agreement”, dem Grundgesetz der Formel 1, müssen mindestens 20 Autos bei den Rennen am Start sein. Somit könnte der Wegfall eines oder mehrerer Rennställe dazu führen, dass einige Teams ein drittes Auto einsetzen müssten, um bestehende Verträge zu erfüllen. Dies würde aber erhebliche Kosten für die Rennställe verursachen.

Jaguar ist seit dem Jahr 2000 in der Formel 1 vertreten, als Ford den Rennstall von Jackie Stewart aufkaufte. Seither hinkt Jaguar den ehrgeizigen Zielen in der Formel 1 nach und hat bisher noch keinen Grand Prix gewonnen. Der Rennstall mit Sitz im englischen Milton Keynes bei bisher 82 Grand-Prix-Starts lediglich 49 WM-Zähler eingefahren, drei davon gehen auf das Konto von Klien, der nun unter Druck steht. Denn in den letzten drei Rennen muss der 21-jährige Hohenemser mit guten Leistungen aufzeigen, will er auch 2005 in der Formel 1 fahren. Sein sechster Platz von Spa wird wohl zu wenig sein, um auch für nächstes Jahr ein Cockpit zu ergattern. „Es ist sicher nicht leichter geworden. Schade, denn nach den jüngsten Leistungen und Gesprächen hätte ich durchaus gute Chancen gesehen, denn vom Team gab es volle Unterstützung”, sagte Klien. Er könne jetzt lediglich in den verbleibenden drei Rennen einen professionellen Job tun und unterstreichen, dass er in die Formel 1 gehöre.

Für Bernie Ecclestone kommt der Rückzug nicht überraschend. „Das war unabwendbar”, meinte der Formel-1-Zampano, “denn sie konnten es sich einfach nicht leisten, ständig hinterherzufahren. Sie hatten nicht das Geld, um erfolgreich zu sein, und hätten deshalb heuer gar nicht mehr antreten sollen.” Erstaunlich an der jüngsten Entwicklung ist auch, dass Red Bull lange Zeit Kaufinteressen gegenüber Jaguar gehegt und sich vor erst einem Monat zurückgezogen hatte, nachdem man bei Ford angeblich entschieden hatte, künftig unter dem Namen des Mutterkonzerns in der Formel 1 anzutreten.

Auch Eddie Jordan denkt über einen Rückzug nach. „Es hat keinen Sinn mehr, ich habe kein Budget für nächstes Jahr, ich habe keinen Motor. Um einen Bankrott zu vermeiden, muss ich diesen Schritt vollziehen.”

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