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Jagd hat Verantwortung für Wald und Wild

Aufgrund der einvernehmlichen Abschussplanbesprechungen hat die Landesregierung den Mindestabschuss an Rotwild für das Jagdjahr 2000/2001 mit 2.161 Stück festgelegt.

Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr
eine Erhöhung um 7,7 Prozent.
Im vergangenen Jagdjahr wurde der Abschussplan beim Schalenwild zu 90
Prozent erfüllt. Mit einer Erfüllungsquote von 83 Prozent beim Rotwild ist
Landesrat Schwärzler trotz der schwierigen Zeit für die Jagd anlässlich der
Katastrophensituation in den Winter- und Sommermonaten des Vorjahres nicht
zufrieden. “Durch das Aufrechterhalten einer funktionierenden Wildfütterung
bei extremer Schneelage und Lawinengefahr haben die Jäger einerseits
großartiges geleistet und zur Vermeidung von Wildschäden sowie für die
Sicherheit unserer Bevölkerung beigetragen”, so Landesrat Schwärzler.

Revierübergreifende Zusammenarbeit

Dieser Leistung stehe laut Schwärzler jedoch die ungenügende
Abschussplanerfüllung gegenüber, “die es in den nächsten Jahren notwendig
macht, durch eine revierübergreifende Zusammenarbeit die Ziele der Jagd für
den Wald zu erreichen. “Eine gute Abschusserfüllung dient nicht nur einer
fachgerechten Wildbewirtschaftung, sondern sie ist auch eine wesentliche
Voraussetzung für eine positive Waldentwicklung”, betont der Landesrat.

Die erlassene Verordnung sieht den Mindestabschuss von 563 Hirschen, 883
Tieren und 715 Kälbern unter besonderer Berücksichtigung der Gebiete vor, in
denen eine weitere Entlastung der Wälder vom Schalenwildeinfluss zur
Sicherung einer positiven Entwicklung der Naturverjüngung
notwendig

ist. In den Regionen Frödischtal-Laternsertal, Mellental, Kleinwalsertal,
Warth, Bartholomäberg-Silbertal, Tschagguns-Vandans, Gamperdonatal und
Saminatal wurden daher die Abschussvorschreibungen zwischen zehn und 46
Prozent erhöht.

Frühzeitig Maßnahmen treffen

Zur Verbesserung kleinräumig unbefriedigender Verhältnisse wurden eine
forcierte Scherpunktbejagung, eine örtliche Erhöhungen des Reh- und
Gamswildabschusses sowie eine problemgebietsbezogene Aufteilung der
Abschussvorgaben vereinbart. “Neben der Festlegung eines an die gegebene
Wald- und Wildsituation angepassten Mindestabschusses muss besonders auf das
frühzeitige Treffen von Maßnahmen, die unter Ausschöpfung der
jagdrechtlichen Möglichkeiten zur vollständigen Planerfüllung beitragen,
geachtet werden. Wichtig dabei ist der intensive und laufende Kontakt der
Jagd- und Forstbehörde mit den zuständigen Jagdverantwortlichen und
Waldaufsehern vor Ort”, so Landesrat Erich Schwärzler.

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