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Jährlich tausend Schlaganfälle in Vorarlberg

©KHBG
Feldkirch - Seit einem Jahr verfügt das Landeskrankenhaus Feldkirch über eine Stroke Unit, in der Schlaganfallspatienten akut behandelt werden können. Bereits 450 Notfälle konnten Primar Philipp Werner und sein Team bisher behandeln. Wir fragten, wie man bei einem Schlaganfall reagieren sollte.
Schlaganfall-App zum Download

Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. Jährlich erleiden etwa 20.000 Österreicher, davon rund 1.000 Vorarlberger einen Schlaganfall. Primar Philipp Werner leitet die nun einjährige “Stroke Unit” am LKH Feldkirch. So bezeichnet man eine Einrichtung, in welcher Patienten mit schweren Schlaganfällen rund um die Uhr behandelt werden können. Alle Studien würden zeigen, dass eine solche “Stroke Unit” die Erholungschancen der Patienten verbessere, betont Werner. Insgesamt gibt es in Österreich 37 solche Einheiten.

Risikogruppe Bluthochdruck

Der Vorteil dieser Units ist die Bündelung der Kompetenz und die im Vergleich zur Normalstation intensiveren Überwachungsmöglichkeiten der Erkrankten. Die Bündelung von Kompetenz bedeutet auch raschere Behandlungsentscheidungen. Ein Schlaganfall wird durch ein Blutgerinnsel oder das Platzen eines Gefäßes im Hirn verursacht. Am häufigsten sind Personen mit Bluthochdruck, hohen Cholesterinwerten oder Zuckerkrankheit, Raucher und Personen mit Herzrythmusstörungen von Schlaganfällen betroffen.

Plötzliche Lähmungen als Symptome

“Alles, was am Körper an Ausfällen auftritt, und zwar plötzlich auftreten, ist zu 80 Prozent ein Schlaganfall”, erklärt der Primar.  Dies kann von Lähmungserscheinungen über Schwindel bis Sehstörungen reichen – solange diese schlagartig auftreten. In schweren Fällen führt dies bis zur Lähmung einer gesamten Körperseite. Der Grund für einen Schlaganfall ist, das das Gehirn nicht mit ausreichend Blut versorgt wird, die Ursachen reichen von Blutgerinnsel bis zu Gefäßverkrampfungen.

Bei Verdacht Notruf absetzen

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollte man sofort einen Notruf absetzen und den Verdacht mitteilen. Während der Notarzt unterwegs ist, werde die Notrufzentrale um gewisse Informationen nachfragen, um eine rasche Hilfe zu ermöglichen. Während man auf die Rettung wartet, könne man eventuell für Frischluft sorgen oder den Oberkörper hochlagern, dies hänge aber von der Situation des Patienten ab.

Tagung der Schlaganfallsgesellschaft

Anlässlich des Geburtstages der “Stroke Unit” findet derzeit am LKH Feldkirch der dreitägige Kongress der Österreichischen Schlaganfallsgesellschaft ÖGSF statt, organisiert von Werner und seinem Team. Redner aus dem In- und Ausland präsentieren die wissenschaftlichen Entwicklungen an Österreichs Stroke Units und den neurologischen Abteilungen zu Themen wie Prävention, Akuttherapie und Schlaganfallrehabilitation. Da auch Pfleger und Therapeuten eine sehr wichtige Rolle in der Behandlungskette einnimmt, findet im Rahmen der Wissenschaftlichen Tagung ein zweitägiges Pflegesymposium inklusive Pflegeworkshop statt.

Schlaganfall-App

Seit Donnerstag steht eine Schlaganfall-App des Vereins “Net lugg lo” zum Download kostenlos bereit. Hinter dem Projekt steht der Obmann Kurt Gerszi, seines Zeichen selbst Betroffener. Für die technische Umsetzung sorgte die Firma Gantner Instruments in Schruns.

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