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Ivica Vastic als ÖFB-EM-Hoffnung

Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger hat bei der Bekanntgabe des 31 Spieler umfassenden Großkaders für die EURO 2008 mit einer Über­raschung aufgewartet. Der ÖFB-Großkader | 

Im Aufgebot scheint der 31-jährige LASK-Kapitän Ivica Vastic auf, der zuletzt im August 2005 für die ÖFB-Auswahl im Einsatz war. Dafür fehlt erwartungsgemäß Wigan-Legionär Paul Scharner.

Noch bevor er die Namen der 31 “Auserwählten” verkündete, gab “Hicke” auf der Pressekonferenz, die zu Beginn von den Geräuschen von Bauarbeiten im Hotel Hilton Stadtpark beeinträchtigt wurde (Hickersberger: “Das ist eine gute Vorbereitung auf andere Baustellen”), folgendes Statement ab: “Ich habe nicht die besten Spieler Österreichs nominiert, sondern mich bemüht, die Wichtigsten zu nominieren. Und das müssen nicht immer die Besten sein.”

Der Teamchef begründete die Einberufung von Vastic mit der Tatsache, dass er im Falle eines Ausfalles von Andreas Ivanschitz gerüstet sein müsse. “Als Teamchef muss man mit allen Eventualitäten rechnen, etwa dass sich Ivanschitz verletzt. Dann brauchen wir einen erfahrenen Spielmacher mit Übersicht”, sagte der bald 60-Jährige.

Da das Szenario eines Ivanschitz-Ausfalles auch bei der EURO eintreten könnte, hat Vastic äußerst gute Chancen, auch im definitiven 23-Mann-EM-Kader zu stehen, der sich aus dem aktuellen 31er-Aufgebot rekrutiert und am 28. Mai der UEFA übermittelt werden muss. “Dieser Schluss ist legitim, aber keine zwingende Notwendigkeit”, meinte Hickersberger.

Laut Hickersberger kommt Vastic in der Rolle einer hängenden Spitze hinter einem Solo-Stürmer am besten zur Geltung. In diese Rolle könnten in Zukunft zwar auch Christoph Leitgeb oder Marko Arnautovic (der Twente-Enschede-Legionär wurde aber nicht einberufen) schlüpfen, allerdings sei der Zeitpunkt dafür noch zu früh. “Im Moment steht die EM vor der Tür, da können wir nicht perspektivisch arbeiten”, so der Tamchef.

Vastic wurde vom Teamchef vor etwa zwei Wochen von seiner Einberufung unterrichtet. “Ich habe ihm die Situation der Nationalmannschaft und seine Rolle dargelegt und er hat sich bereit erklärt, in dieser Rolle zur Verfügung zu stehen und dem Team zu helfen”, erklärte der Niederösterreicher, der vom gebürtigen Kroaten erwartet, dass er sich mit seiner Routine positiv in die EM-Vorbereitung einbringt. Immerhin war Vastic (so wie der ebenfalls einberufene Martin Hiden) Mitglieder des ÖFB-WM-Teams von 1998.

Hickersberger bestritt, dass er von seinem Weg, auf junge Spieler zu setzen, abgekommen sei. “Ich habe eine junge Mannschaft aufgebaut und diese Linie wird fortgesetzt, aber wir haben eine EM und da muss ich für alle Eventualitäten vorsorgen. Ein Super-Oldie ist dabei, mehrere Super-Oldies sind nicht dabei”, rechtfertigte sich der Coach und ergänzte mit ironischem Unterton: “Meine Linie interessiert mich nur, wenn es um meine Figur geht.”

Bereits in der Qualifikation für die WM 1990 hatte Hickersberger in seiner ersten Teamchef-Zeit den damaligen Routinier Herbert Prohaska zurück in die Mannschaft geholt. “Das kann man aber nicht mit der Situation bei Vastic vergleichen. Ich habe Prohaska damals einberufen und die fixe Vorstellung gehabt, dass er spielen wird. Bei Vastic ist das nicht so der Fall.”

Während Vastic im Kader so wie Martin Harnik als Mittelfeldspieler aufscheint und außerdem noch sechs Stürmer nominiert wurden, stehen mit Jürgen Säumel und Rene Aufhauser nur zwei klassische defensive Mittelfeldspieler im Aufgebot. “Es gibt auf dieser Position nicht genügend österreichische Alternativen”, gab Hickersberger zu und nannte Martin Stranzl, György Garics und Christian Fuchs als weitere Aspiranten auf die “Sechser-Position”.

Für die 20 einberufenen Bundesliga-Spieler geht es bereits am Montag und Dienstag mit leistungsdiagnostischen Tests in der Südstadt weiter, wobei Hickersberger nicht ausschloss, dass ein Kicker noch aus dem Kader fliegen könnte, sollten seine Werte im Keller sein. Nach einem Urlaub und einigen Einheiten in Lindabrunn absolvieren die T-Mobile-Spieler vom 11. bis 16. Mai ein Trainingslager auf Sardinien. Die elf nominierten Legionäre, die mit ihren Clubs noch im Meisterschaftsbetrieb stehen, stoßen nicht vor dem 18. Mai (UEFA-Deadline) zu ihren ÖFB-Kollegen.

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