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Italienische Terroristin Petrella wird künstlich ernährt

Die frühere italienische Terroristin Marina Petrella droht nach Angaben ihrer Ärzte zu sterben und wird nun künstlich ernährt. Petrella sei "schwer depressiv" und in Selbstmordgefahr, erklärten Christiane de Beaurepaire und Jean-François Bloch-Lainé in Paris.

Die zu lebenslanger Haft verurteilte Italienerin sei in den vergangenen Monaten in französischer Haft auf 39 Kilogramm abgemagert, weil sie jeden Lebensmut verloren habe.

Die 54-Jährige habe kaum noch gegessen, manchmal nur “einen Joghurt alle sechs Tage”. Petrella sei aber nicht im Hungerstreik und habe der künstlichen Ernährung am Freitag zugestimmt, betonten die Ärzte, die die Italienerin im Gefängnis Frèsnes in der Nähe von Paris betreuen.

Die französische Regierung hatte der von Italien geforderten Auslieferung im Juni zugestimmt. Derzeit liegt der Fall beim obersten französischen Gericht, weil Petrellas Anwältin gegen den Beschluss protestiert hatte. Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy bat die italienische Regierung nach eigenen Worten darum, das frühere Mitglied der Roten Brigaden zu begnadigen, weil die Verurteilung lange zurückliege und es der Gefangenen so schlecht gehe.

Die französische Polizei hatte Petrella vor knapp einem Jahr bei einer Verkehrskontrolle gefasst. Italien beantragte im Oktober die Auslieferung der früheren Linksterroristin, nachdem sie 1992 zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. Ein Gericht in Rom legte Petrella seinerzeit Totschlag, versuchten Totschlag, Freiheitsberaubung, bewaffneten Diebstahl und mehrere Anschläge zur Last. Petrella lebte seit Mitte der 80er Jahre in Frankreich, ist dort verheiratet und hat eine zehnjährige Tochter.

Die Roten Brigaden werden für fast 15.000 Anschläge in den 70er und 80er Jahren verantwortlich gemacht. In den “bleiernen Jahren” kamen in Italien mehr als 400 Menschen bei Attentaten ums Leben. 1978 entführten die Roten Brigaden den früheren Regierungschef und christdemokratischen Spitzenpolitiker Aldo Moro (1916-1978) und brachten ihn um.

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