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Italien: Nachwahlen haben begonnen

In sieben italienischen Wahlbezirken hat am Sonntag die Nachwahl zur Besetzung von freigewordenen Parlamentssitzen begonnen. Die Abstimmung sollte am Montagnachmittag enden.

Rund 740.000 Bürger waren zur Stimmabgabe aufgerufen.

Grund für die Nachwahl ist der Wechsel von sechs Abgeordneten ins Europäische Parlament, ein weiterer ist verstorben. Vier der Sitze waren bei der Parlamentswahl vor drei Jahren an die Opposition gegangen, drei konnte die Mitte-Rechts-Allianz von Ministerpräsident Silvio Berlusconi für sich verbuchen.

In den sieben Wahlkreisen nehmen die Parteien der oppositionellen Mitte-Links-Allianz erstmals mit der Bezeichnung GAD „Grande Alleanza Democratica“ (Große demokratische Allianz), der neuen Föderation linksorientierter Gruppierungen um den scheidenden EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi, am Wahlkampf teil.

Das Interesse der Medien richtet sich auch auf den zentralen Mailänder Wahlkreis Porta Romana, in dem der Nachfolger des Vorsitzenden der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord, Umberto Bossi, in der römischen Abgeordnetenkammer gewählt wird. Der kranke Lega-Vorsitzende hatte im Juli auf seinen Posten in der Deputiertenkammer zu Gunsten eines Sitzes im EU-Parlament verzichtet. Spitzenkandidat der Regierungskoalition ist der Kardiologe, Luciano Bresciani, der Bossi seit dessen Herzattacke am 11. März behandelt.

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