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Italien: Meisten illegalen Immigranten

Italien ist das EU-Land mit den meisten illegalen Immigranten. Dies geht aus einer Studie des Statistikinstituts CNEL hervor. Das 2002 in Kraft getretene Einwanderungsgesetz erschwere die legale Immigration zu erschweren.

Auch das eingeführte Quotensystem entspreche weder den Bedürfnissen der Wirtschaft noch jenen der Migranten, hieß es.

“2003 hatte die Wirtschaft einen Bedarf von 220.000 Arbeitnehmern gemeldet. Die Regierung hat 79.500 Arbeitsgenehmigungen erlassen, nur 29.500 davon für eine stabile Beschäftigung“, hieß es im Bericht. Die Regionen mit der höchsten Zahl von Ausländern sind Latium (die Gegend um Rom) und die Lombardei. Die industriereiche Lombardei ist die Region, in der Ausländer am besten integriert sind, hieß es.

2,5 Millionen Ausländer leben in Italien laut dem jüngsten Caritas-Dossier. 58,7 Prozent der Ausländer in Italien halten sich im Norden des Landes auf. 11,5 Prozent der Personen, die 2004 eingestellt wurden, stammen aus Nicht-EU-Ländern.

Der Flüchtlingsstrom nach Italien hält inzwischen weiterhin an. Über 1.000 illegale Einwanderer trafen in den letzten 36 Stunden auf Lampedusa ein. Das einzige Aufnahmezentrum der Insel ist total überfüllt. Einwohner der Insel protestierten gegen die Regierung heftig, die ihrer Ansicht nach den Immigrationsstrom nicht stoppe.

Hunderte Flüchtlinge auf Lampedusa gelandet
Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa sind am Freitag wieder vier Boote mit insgesamt rund 400 illegalen Einwanderern gelandet. Wie die Behörden mitteilten, kamen damit innerhalb von 24 Stunden rund 800 Flüchtlinge auf der kleinen Insel an, die näher bei Afrika als bei Italien liegt. Die zuletzt eingetroffenen Menschen kommen zumeist aus Palästina, Marokko, dem Sudan und Pakistan. Es seien vorwiegend Männer. Nach italienischen Angaben kamen die Boote alle als Libyen.

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