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Italien: Kampf dem Frauenhandel

Italien ergreift einschneidende Maßnahmen gegen das Geschäft der Prostitution und des Frauenhandels. Huren, die ein neues Leben beginnen, soll Schutz gewährt werden.

Der römische Senat wird in den nächsten Tagen ein Gesetzprojekt verabschieden, das Prostitution mit „Sklaverei“ gleichstellt und Zuhälter mit bis zu 20 Jahren Gefängnis bestraft. Zugleich sollen Frauen unterstützt werden, die mit der Prostitution aufhören wollen.

Huren, die ein neues Leben beginnen wollen und ihre Zuhälter anzeigen, soll derselbe polizeiliche Schutz gewährt werden, den die italienischen Justizbehörden heute den reuigen Mafiosi garantieren. Außerdem will man ein soziales Reintegrationsprogramm für Frauen ausarbeiten, die mit der Prostitution endgültig aufhören.

Das Parlament will durch dieses Gesetz den Kampf gegen die Straßenprostitution und die Schieberbanden verschärfen, die jedes Jahr Tausende von Mädchen aus Osteuropa und Afrika mit dem Versprechen einer regelmäßigen Arbeit nach Italien locken und auf den Strich schicken.

Laut Schätzungen des italienischen Innenministeriums werden in Italien 50.000 Prostituierte wie Sklavinnen ausgenutzt. In der EU ist es eine halbe Million. Dank jedes Straßenmädchens können Zuhälter bis zu 170.000 Euro (2,34 Mill. S) pro Jahr verdienen. Allein in Italien erwirtschaftet das Geschäft mit dem käuflichen Sex 8,5 Milliarden Euro (117,0 Mrd. S).

Vor einigen Wochen hatten sich der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi für die Wiedereröffnung der Bordelle ausagesprochen, um die Plage der Straßenprostitution in Italien zu bekämpfen. Sein Vorschlag hatte entrüstete Reaktionen ausgelöst.

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