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IT-Panne im BMI - Kein Zugriff auf sensible Daten

Auf die Server kann nicht zugegriffen werden
Auf die Server kann nicht zugegriffen werden
Im Innenministerium lässt das Verschlüsselungssystem eines Computerservers seit zwei Wochen keine Zugriffe auf sensible Daten zu. Auf dem betroffenen Server befindet sich ein Archiv des Bundesamts für Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung sowie der Direktion für Spezialeinheiten. Auch das Back-up ist wegen des technischen Problems nicht abrufbar, hieß es am Freitag aus dem Ministerium.


“Es gibt aktuell Probleme mit einem Server”, bestätigte Ministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck einen Bericht der “Tiroler Tageszeitung” (TT). Die Panne besteht seit 25. Oktober. Neben Daten der Korruptionsbekämpfer sind laut “TT” auch Ermittlungsakten der Observationseinheiten des Bundeskriminalamts und des Verfassungsschutzes sowie Daten der Sondereinheit Cobra nicht abrufbar. Das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz seien nicht betroffen, hielt Grundböck fest.

Laufende Ermittlungen seien durch den Defekt nicht behindert, versicherte Grundböck auf APA-Anfrage. Auf dem Server liegen “archivierte Ermittlungsdaten und Einsatzpläne”, davon sei in den vergangenen zwei Wochen nichts benötigt worden. Es handle sich um grundlegende Daten für weiterführende Verfahren, wie beispielsweise Daten von Kontenöffnungen.

“Alle relevanten Daten für Verfahren sind da”, so Grundböck, nur die Grunddaten nicht. “Das ist zwar nicht erfreulich, aber auch nicht dramatisch”, sagte der Ministeriumssprecher. Wie viele einzelne Datensätze oder Dokumente dort abgespeichert sind, ließ sich nicht sagen. Laut Grundböck beträgt das betroffene Datenvolumen jedenfalls rund zwei Terabyte.

Auf den verschlüsselten Server wird üblicherweise mit Smartcards zugegriffen, das System funktioniert derzeit allerdings nicht. Der Defekt sei ähnlich wie bei einem Tresor, bei dem der Schlüssel im Schloss abgebrochen ist, erläuterte Grundböck. Aus Sicht des Ministeriums ist das Problem in absehbarer Zeit lösbar.

Ein Informant aus dem Ministerium sagte der “TT”, ein Experte aus den USA sei zur Unterstützung angefordert worden. Dem widersprach Grundböck: Die EDV-Abteilung des Ministeriums kümmere sich hausintern um das Problem, stehe aber in Kontakt mit der Herstellerfirma des Sicherheitssystems, sagte er. Da es um sensible Daten geht, wurden keine weiteren Details zu der Firma bekanntgegeben.

Ein länger bekanntes Problem mit einer Überlastung des Servers, wie der Informant weiter berichtete, dementierte Grundböck. Auch ein Back-up ist laut dem Ministeriumssprecher vorhanden. Dieses unterliege jedoch der selben mehrstufigen Verschlüsselung wie der Zugang zu den Originaldateien und sei daher ebenfalls nicht abrufbar.

Derzeit wird laut Grundböck an der Lösung des aktuellen Problems gearbeitet. Erst danach könne gesagt werden, welche Schlüsse aus der Panne zu ziehen sind.

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