ISS: Arbeitseinsatz im All

Zwei ISS-Astronauten haben am Mittwoch zum ersten von drei geplanten Arbeitseinsätzen die Internationale Raumstation verlassen. Geplant sind drei Außenbordeinsätze.

Es ist das erste Mal, dass innerhalb von neun Tagen gleich mehrere Außenbordarbeiten ohne Unterstützung einer angedockten Raumfähre vorgenommen werden. Die US-Astronauten Michael Lopez-Alegria und Sunita Williams sollen dabei ein dauerhaftes Kühlsystem für das ISS-Labor installieren sowie ein Sonnensegel und Thermoabdeckungen entfernen. Die nächsten Einsätze sind für Sonntag und Donnerstag kommender Woche geplant.

Als kritisch gilt vor allem die Anbindung eines Ammonium-Kreislaufs an das bislang nur übergangsweise installierte Kühlsystem. Bereits im Jahr 2001 war die giftige Chemikalie ausgetreten, als der Astronaut Robert Curbeam eine ähnliche Operation durchführte. „Wir bereiten uns und die Crew auf die Möglichkeit vor, dass es zu einem Austritt von etwas Ammonium kommt“, sagte der NASA-Flugleiter Derek Hassmann.

Bisher stand bei umfangreichen Außenbordeinsätzen stets eine Raumfähren-Besatzung bereit, um bei der Vorbereitung der Ausrüstung und der Steuerung von Kameras zu helfen. Derzeit befinden sich nur die drei Langzeit-Besatzungsmitglieder in der Raumstation. Der Einsatz soll deshalb von der Kontrollstation in Houston aus koordiniert werden. Verlaufen die Arbeiten ohne Probleme, soll Lopez-Alegria bereits Ende Februar erneut außerhalb der ISS unterwegs sein.

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