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Israelische Luftangriffe auf Nablus

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Sonntag mit Luftangriffen auf die palästinensische Stadt Nablus im Westjordanland begonnen.

Nach Augenzeugenberichten bombardierten F-16-Kampfjets und -Hubschrauber den Sitz des Gouverneurs sowie die Polizeizentrale von Nablus. Weitere Ziele seien das Büro von Palästinenserpräsident Yasser Arafat sowie die Vertretung der radikalen Organisation Volksfront für die Befreiung Palästinas gewesen. Die Gebäude seien jedoch schon vorher in Erwartung eines israelischen Vergeltungsschlags geräumt worden.

Im britischen Sender BBC hieß es unter Berufung auf die israelischen Streitkräfte, es seien drei Gebäude getroffen worden. Darunter befänden sich ein Büro der palästinensischen Autonomiebehörde und ein Gelände der Polizei. Über mögliche Opfer konnten Augenzeugen zunächst keine Angaben machen. Zudem berichtete der arabische Nachrichtensender Al Jazeera von israelischen Panzerbewegungen in Richtung auf Ramallah.

Als weitere Reaktion auf den blutigen Anschlag eines palästinensischen Selbstmordattentäters auf eine jüdische Siedlung im Westjordanland ist die israelische Armee in Ramallah eingerückt. Israelische Panzer und Soldaten seien in der Nacht zum Sonntag im Osten der Stadt auf palästinensisches Autonomiegebiet vorgedrungen, teilte ein Vertreter der palästinensischen Sicherheitsbehörden mit. Beide Seiten hätten sich daraufhin erbitterte Kämpfe geliefert. Inzwischen herrsche wieder Ruhe, doch sei unklar, wann die Israelis wieder abziehen würden, sagte der Vertreter.

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