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Israel tötet drei Mitglieder der Al-Aksa-Brigaden

Mit einem gezielten Luftangriff hat Israel am Montag im Westjordanland drei palästinensische Aktivisten getötet. Ein Kampfhubschrauber in Jenin eine Rakete auf das Auto von Mahmud Abu Halifa, einem führenden Vertreter der Al-Aksa-Märtyrerbrigaden.

Der israelische Finanzminister Benjamin Netanyahu forderte unterdessen eine Volksabstimmung über den Abzug aus dem Gazastreifen.

Ein Augenzeuge in Jenin sagte, er habe eine laute Explosion gehört und gesehen, wie das Auto völlig ausbrannte. „Leute in der Gegend zogen drei Leichen aus dem Wagen“, sagte Hassan Jara weiter. Die Al-Aksa-Brigaden stehen der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat nahe. Israel ist in den vergangenen vier Jahren immer wieder mit gezielten Tötungen gegen mutmaßliche Extremisten vorgegangen. Die Regierung bezeichnet dies als Selbstverteidigung, international wird diese Praxis verurteilt.

Die Al-Aksa-Brigaden drohten unterdessen mit einem Vergeltungsanschlag „in Tel Aviv“ binnen 24 Stunden. Die israelische Armee bestätigte den Angriff zunächst nicht. Bei den getöteten Extremisten handelt es sich den Angaben zufolge um drei 25 bis 28 Jahre alte Mitglieder der El-Aksa-Brigaden. Zwei von ihnen seien Ende August einem israelischen Hubschrauberangriff entgangen.

Netanyahu sagte, ein Referendum sei nötig, um eine Spaltung des Volkes zu verhindern. Der Finanzminister gilt als innerparteilicher Rivale von Regierungschef Ariel Sharon. Sein Vorschlag könnte darauf abzielen, die Räumung aller 21 Siedlungen im Gazastreifen sowie von vier im Westjordanland zu verzögern oder Sharons Vorhaben komplett zu Fall zu bringen. Meinungsumfragen zufolge ist die Mehrheit der Bevölkerung für den Abzug, der insgesamt 8.500 jüdische Siedler betreffen würde.

Mit Vorschusszahlungen will die israelische Regierung jüdischen Siedlern offenbar einen finanziellen Anreiz zur Räumung des Gazastreifens bieten. Wie am Montag aus Regierungskreisen verlautete, sollen sich die Abschläge auf ein Drittel der gesamten Entschädigungssumme belaufen, die sich zwischen umgerechnet 150.000 und 400.000 Euro pro Familie bewegen dürfte. Die Höhe des jeweiligen Vorschusses hänge vom Wert des Eigentums und der Dauer des Aufenthalts in der Siedlung ab.

Ein Vertreter der Siedler, Pinchas Wallerstein, kritisierte, die Abschlagszahlungen seien Teil von Sharons „psychologischer Kriegsführung“. „Das ist Bestechung“, sagte Wallerstein.

Zehntausende Siedler demonstrierten am Sonntag in Jerusalem gegen Sharons Abzugspläne. Nach der Großkundgebung marschierten mehrere hundert Teilnehmer in die Nähe seines Wohnsitzes und forderten den Rücktritt des Regierungschefs.

In Ostjerusalem schloss die israelische Polizei am Montag sechs Büros der palästinensischen Wahlkommission und beschlagnahmte Wählerlisten. Polizeisprecher Gil Kleiman verwies auf ein Abkommen, wonach die Palästinensische Autonomiebehörde in Ostjerusalem keine Wahlen abhalten dürfe. Nach Angaben der Wahlkommission wurden sechs Personen festgenommen.

Wegen eines Machtkampfs verschiedener palästinensischer Interessengruppen blieb die Universität von Jenin am Montag geschlossen. Eine Universitätssprecherin sagte, die Al-Aksa-Brigaden hätten die Verwaltung zu diesem Schritt gezwungen. Zuvor hatte die Gruppe eine Erklärung herausgegeben, in der sie dem palästinensischen Geheimdienst vorwarf, sich in die Angelegenheiten der Universität einzumischen.

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