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Israel-Teamchef Herzog nimmt ÖFB-Ausfälle gelassen

Herzog erwartet keine zu großen Auswirkungen auf das Duell
Herzog erwartet keine zu großen Auswirkungen auf das Duell ©APA
Israels Fußball-Teamchef Andreas Herzog erwartet durch die möglichen Ausfälle von Schlüsselspielern beim ÖFB-Team keine zu großen Auswirkungen auf das Duell am Donnerstag (20.45 Uhr/live ORF 1) in Wien. "Ich denke, dass man im Laufe einer Quali damit rechnen muss, nicht immer in der Top-Formation zu spielen", sagte Österreichs Rekordteamspieler am Mittwochabend in seiner Abschlusspressekonferenz.

Bei den Österreichern fehlen unter anderem Rechtsverteidiger Stefan Lainer und Mittelfeldmann Xaver Schlager verletzt. Dazu sind David Alaba und Konrad Laimer fraglich. "Wir haben auch wichtige Spieler nicht dabei", verwies Herzog etwa auf die Sperre von Mittelfeldmann Dor Peretz. "Das musst du als Trainer schlucken."

Als möglicherweise leichten Vorteil wertete Herzog, dass Israels Sportdirektor Willi Ruttensteiner, Tormanntrainer Klaus Lindenberger und er die österreichischen Spieler gut kennen würden. "Aber ihre Qualität wiegt das auf." Österreich sei für ihn das beste Team der Gruppe, wiederholte der Wiener, noch vor Tabellenführer Polen. "Sie sind kreativer", begründete der 51-Jährige, der sein Amt in Israel Anfang August 2018 angetreten hat.

Nun kommt er erstmals als Cheftrainer eines Auswärtsteams in sein einstiges Wohnzimmer, das Ernst-Happel-Stadion in Wien. "Es ist ein spezieller Moment für mich, weil ich hier viele Spiele gespielt habe", erklärte Herzog. Die Emotionen dürfe er aber gar nicht auf sich zukommen lassen. "Ich muss wie die Spieler professionell sein, sonst habe ich einen schlechten Job gemacht. Wir sind hier um drei Punkte zu holen."

Die Israelis sind drei Spiele sieglos, haben als aktueller Tabellenvierter aber immer noch Außenseiterchancen auf eines der beiden EM-Tickets. "Für uns ist es die Möglichkeit, die verloren Punkte wieder zu holen, die wir zuletzt nicht gemacht haben", sagte Herzog über das Gastspiel in Wien. Man werde aber einen "sehr, sehr großen Tag" brauchen. Die 2:4-Niederlage gegen Israel im März in Haifa sei möglicherweise ein "Weckruf" für das ÖFB-Team gewesen. Herzog: "Österreich hat genügend Stärken. Aber wir haben auch einige Stärken."

Sein Kapitän Bibras Natcho sah das ähnlich. "Österreich hat im Moment eine gute Phase", meinte der Mittelfeldspieler von Partizan Belgrad. Mit einem Unentschieden werde man sich deswegen aber noch lange nicht zufriedengeben. Um in Gruppe G tatsächlich noch eine Rolle zu spielen, helfen den Israelis nur Siege. Natcho: "Wir werden versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu erreichen."

(APA)

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