Israel gegen Gefangenenaustausch

Israel schließt nach den Worten seines Innen-ministers Verhandlungen mit der Hamas über Austausch palästinensischer Gefangener gegen den entführten Soldaten Gilad Shalit aus.

Darin sei er sich mit Regierungschef Olmert einig, sagte er am Freitag. Zuvor hatte der israelische Minister für Innere Sicherheit, Avi Dichter, einen derartigen Austausch als Möglichkeit angedeutet.

Der Innenminister meinte, mit dem Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde, Abbas, habe es einst Möglichkeiten für Gespräche über einen Gefangenenaustausch gegeben. Mit der Hamas gebe es diese Möglichkeiten jedoch nicht mehr, fügte Bar-On hinzu.

Dichter hatte nur wenige Stunden zuvor laut israelischen Medienberichten gesagt: „Wenn Israel Gefangene freilassen soll, um seinen Soldaten zurückzubekommen, wird es das tun.“ Ein Vertrauter des Sicherheitsministers hatte später erläutert, Dichter habe keinen Gefangenenaustausch vorgeschlagen, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass Israel Gefangene freilassen könne, wenn sich die Lage beruhigt haben sollte.

Abbas sprach unterdessen davon, dass unter Vermittlung arabischer Länder, unter anderem Ägyptens, Verhandlungen zur Freilassung des verschleppten israelischen Soldaten im Gange sein. Die anhaltende israelische Offensive im Gaza-Streifen sei den Verhandlungen abträglich. Die bewaffneten Palästinensergruppen rief Abbas auf, ihre Raketenangriffe auf Israel einzustellen.

Die Kämpfe im Gaza-Streifen zwischen der israelischen Armee und militanten Palästinensern gingen unterdessen weiter. Bei Schusswechseln in der Stadt Beit Lahiya starben nach Angaben von Ärzten vier Palästinenser. Zwei weitere kamen bei einem Luftangriff ums Leben. Insgesamt starben durch den israelischen Vorstoß bisher mindestens 37 Palästinenser und ein Israeli.

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