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Israel: 3000 Wohnungen im Westjordanland?

Israels Ministerpräsident Ariel Sharon hat am Montag Berichte zurückgewiesen, wonach die Regierung 3000 neue Wohnungen für jüdische Siedler im Westjordanland errichten will.

Von einer Genehmigung für den Ausbau der Siedlung Ariel sei nichts bekannt, erklärte ein Sprecher des Regierungschefs. Unklar sei zudem, wer die Zahl 3000 in Umlauf gebracht habe, fügte er hinzu. Israelische Medien – darunter auch „Radio Israel“ und die Zeitung „YNet“ – hatten berichtet, Vize-Verteidigungsminister Zeev Boim habe bei einem Besuch in Ariel erklärt, dort würden 3000 neue Wohnungen errichtet. Das Vorhaben sei von seinem Ministerium bereits genehmigt worden, zitierten die Medien Boim weiter. Ein Termin für einen möglichen Baubeginn wurde jedoch nicht genannt. Den Angaben nach leben in Ariel bereits 18.000 Israelis.

Sharon hatte zuletzt die Räumung aller 21 jüdischen Siedlungen im palästinensischen Gaza-Streifen sowie von vier der 120 Siedlungen im Westjordanland durchgesetzt. Allerdings kündigte die Regierung zugleich an, den Siedlungsausbau in anderen Gebieten des Westjordanlandes aus demographischen Gründen voranzutreiben. Das Vorhaben ist umstritten – der Stopp des Siedlungsbaus wird etwa im Nahost-Friedensplan „Road Map“ gefordert. Die Palästinenser beanspruchen den Gaza-Streifen und das Westjordanland für einen eigenen Staat.

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