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Islamischer Friedhof für Vorarlberg

Nicht nur in Wien, auch in Vorarlberg soll ein islamischer Friedhof kommen, sogar ein Friedhof pro politischem Bezirk ist möglich. Mit einer grundsätzlichen Entscheidung wird heuer gerechnet.

Das wurde kürzlich in Dornbirn bei einem „Gesellschaftspolitischen Stammtisch” von katholischer und islamischer Seite unterstrichen.

An die 13.000 Moslems leben im Ländle, die älteren sind noch als „Gastarbeiter” gekommen, viele sind mittlerweile österreichische Staatsbürger und wollen auch im Land bestattet werden. Sollte es einen Islamischen Friedhof in Vorarlberg geben, wäre das ein großer Fortschritt, denn derzeit würden viele Tote in die Türkei überführt.

Für die Hinterbliebenen sei ein Gräberbesuch im Umkreis von 50 Kilometer dem 3.000 km-Flug vorzuziehen, meinte etwa Attila Dincer als Sprecher islamischer Gruppen in Vorarlberg. Die Islambeauftragte der Diözese Feldkirch, Elisabeth Dörler, arbeitet an einer Studie über die Errichtung Islamischer Friedhöfe.

In anderen Bundesländer dürfte es solche vorerst nicht geben. Dort werden Muslime weiter auf den allgemeinen, kommunalen Friedhöfen bestattet.

In der zweitgrößten Stadt Österreichs, in Graz, ist etwa für Muslime das „islamische Gräberfeld” auf dem Zentralfriedhof reserviert. Ein eigener Friedhof ist nicht vorgesehen – zumindest keine Neuerrichtung. Denn in Lebring, südlich von Graz, gibt es einen sehr wohl einen eigenen Moslem-Friedhof. Er stammt aus der K.u.K.-Zeit und beherbergt die Gräber der Angehörigen der einst in Graz stationierten bosniakischen Regimenter.

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