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Iran im Atomstreit zu Gesprächen bereit

Der Iran will nach eigenen Angaben im Streit um sein Atomprogramm die Verhandlungen mit der Europäischen Union wieder aufnehmen. Ein Sprecher des Außenministeriums bekräftigte aber, entgegen den Forderungen der EU-Verhandlungspartner werde das Land sein Atomprogramm nicht stoppen.

„Wir sind bereit, die Gespräche ohne Vorbedingungen fortzusetzen“, sagte Außenamts-Sprecher Hamid Reza Asefi am Sonntag. Der Iran hoffe, in den Gesprächen ein Ergebnis zu erreichen und eine Einschaltung des UN-Sicherheitsrats zu vermeiden. Allerdings werde das Land seine Aktivitäten in der Atomanlage Isfahan niemals mehr stoppen.

Die USA und die EU wollen den Fall vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bringen. US-Außenministerin Rice hatte am Wochenende vergeblich versucht, Russland ebenfalls für dieses Vorhaben zu gewinnen. Nach Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Putin in Moskau hatte sie sich dennoch zuversichtlich geäußert, die US-Regierung könne den Fall zu jedem gewünschten Zeitpunkt vor den Sicherheitsrat bringen.

Putin bekräftigte indes seine Haltung, wonach sich die UN- Atomenergiebehörde IAEA (IAEO) weiter mit dem Streit befassen soll. Der russische Außenminister Lawrow hatte nach der Abreise von Rice erklärt, der Iran habe wie jedes andere Land das Recht auf Entwicklung von Nuklear-Energie für den friedlichen Einsatz. Russland, das ein Veto-Recht im UN-Sicherheitsrat hat, unterhält enge Handelsbeziehungen mit dem Iran und wehrt sich gegen Sanktionen gegen den Golfstaat, die der Sicherheitsrat verhängen könnte.

Vor allem die USA werfen dem Iran vor, Atomwaffen zu entwickeln. Der Iran hat dies wiederholt bestritten und erklärt, sein Atomprogramm diene rein friedlichen Zwecken. Die IAEA hat auf EU- Initiative beschlossen, den Streit an den Sicherheitsrat zu überweisen, einen Termin dafür aber nicht genannt.

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