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Iran bietet USA Gespräche an

Bewegung im Atomstreit: Der Iran hat sich überraschenderweise bereit erklärt, mit den USA erstmals seit 27 Jahren wieder diplomatische Kontakte aufzunehmen.

Das gab der Sekretär des nationalen Sicherheitsrates, Ali Larijani, am Donnerstag bekannt. Auf Beamtenebene soll direkt über die Vorwürfe Washingtons gesprochen werden, Teheran unterstütze die Rebellen im Nachbarland Irak.

Die USA hatten Teheran mehrfach vorgeworfen, die Schiiten im Irak mit Waffen zu unterstützen. Zuletzt hatte US-Außenministerin Condoleezza Rice den Iran als „Zentralbanker des Terrorismus“ bezeichnet. Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Iran und den USA waren seit der Besetzung der US-Botschaft in Teheran und der damit verbundenen Geiselaffäre im Jahr 1979 abgebrochen worden.

„Für Gespräche mit den USA über den Irak werden die relevanten Diplomaten ausgewählt“, kündigte Larijani an. Eine Reaktion der USA ist vorerst noch ausständig.

Larijanis Ankündigung ist offenbar auf eine Initiative des Vorsitzenden der religiösen Schiiten-Allianz im Irak, Abdulaziz al-Hakim, zurückzuführen. Dieser hatte zuvor um Gespräche des Irans mit dem US-Botschafter in seinem Land, Zalmay Khalilzad, gebeten. Hakim hatte sich über das Fernsehen an den Iran gewandt. „Wir wollen, dass die weise iranische Führung einen klaren Dialog mit Amerika über den Irak eröffnet und eine Verständigung über die strittigen Themen im Irak erzielt.“

Die USA haben dem Iran wiederholt vorgeworfen, den Schmuggel von Waffen in den Irak zuzulassen. Zudem unternehme der Iran auch nichts dagegen, dass von seinem Gebiet aus Rebellen in den Irak eindringen. Die iranische Regierung wies die Vorwürfe stets zurück.

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